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Lokalsport

07. Dezember 2016 | 17:28 Uhr

DHK gewinnt das Derby gegen das Junior-Team : 60 leidenschaftliche Minuten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der DHK Flensburg hat das Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt gewonnen. In der mit 1100 Zuschauern ausverkauften Idraetshalle behielt die Mannschaft von Matthias Hahn nach 60 leidenschaftlichen Minuten mit 20:18 (10:11) die Oberhand.

„Das Problem war Paul Weidner. Er hat stark gehalten und wir schlecht geworfen“, benannte SG-Trainer Till Wiechers den für ihn entscheidenden Akteur der Partie. Der DHK-Torhüter fand gleich zu Beginn mit überragenden Paraden in die Partie und hatte einen großen Anteil am 5:1-Blitzstart der Gastgeber (9.). Dann aber fand das Junior-Team, angetrieben von Spielmacher Per Oke Kohnagel, die ersten Lücken in der DHK-Deckung und erzielte beim 8:8 (23.) nicht nur den Ausgleich, sondern ging durch den im ersten Durchgang starken Jarno Mumm sogar mit 11:9 in Führung (28.). Ein Gewaltwurf von Lasse Worm kurz vor dem Pausenpfiff brachte dann den 10:11-Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel hatte wieder der DHK den besseren Start und ging durch Marc Blockus und einen verwandelten Siebenmeter von Jeppe Bruhn mit 12:11 in Führung (36.). Doch das Junior-Team antwortete erneut und erarbeitete sich fünf Minuten später durch Kohnagel selbst wieder einen knappen 14:13- Vorsprung heraus. Beim 14:14 wurde es dann sogar der Hallenuhr zu spannend – die fiel für knappe zwei Minuten aus. Danach hielt Weidner in Unterzahl einen Siebenmeter von Janos Steidtmann und Blockus brachte mit einem Hammer den DHK wieder mit 15:14 nach vorne. Bis zum 17:17 von Philipp Asmussen (53.), egalisierte das Wiechers-Team immer wieder die Führung der Hausherren. Die Spannung riss die Zuschauer in der laut DHK-Teammanager „vollen Hütte“ von den Sitzen und der DHK hatte in der Schlussphase etwas mehr Sprit im Tank. Die Deckung um den überragenden Tobias Wickert-Grossmann ließ nur noch ein Gegentor von Norman Louwers zum 19:18 zu. 89 Sekunden vor dem Abpfiff war dann auch der entscheidende Treffer von Timo Brüne symptomatisch für die Leidenschaft des Derbys. Nach einer kurzen Ansage von Coach Matthias Hahn schnappte sich der eigentliche Linksaußen den Ball, setzte sich nach einem Solo über das halbe Parkett in halbrechter Position energisch durch und warf zum 20:18-Endstand ein. „Ich habe ihm gesagt, dass wir eines seiner schmutzigen Tore brauchen. Dass es so schnell geht, hat mich auch etwas überrascht“, analysierte Matthias Hahn die entscheidenden Situationen gewohnt gelassen. Als der Ball im Netz zappelte, hatten aber auch ihn die Emotionen übermannt. Dementsprechend ordnete der DHK-Coach die 60 Minuten noch einmal ein. „Es war ein tolles Erlebnis in einer vollen Halle. Doch die vielen Chancen, die auf beiden Seiten vergeben wurden, haben Till und mir sicherlich einige graue Haare eingebracht.“

Sein Gegenüber Wiechers ließ durchblicken, dass diese Aussage stimmen könnte. „Wir haben zehn bis fünfzehn freie Chancen vergeben. Wenn wir davon 70 bis 80Prozent reinmachen, sieht es anders aus.“

DHK Flensburg: Peters, Weidner (15/1 Paraden) – Zakrzewski (1), Jessen, Brüne (1), Worm (1), Blumenberg, Wickert-Grossmann (4), Timm, Johannsen (2), Bruhn (2/1), Tölle (3), Blockus (6), Moisen, Blumenberg.

SG Flensburg-Handewitt II: Jöhnck (15/1 Paraden), Lübker – Kohnagel (3), Steidtmann (4/1), Witte, Krüger (1), Lielais, Dibbert, Simons (1), Runow (1), Asmussen (2), Rohwer, Mumm (4), Louwers (2).

Schiedsrichter: Bolus/Foitzik (Stockelsdorf/Lübeck).

Zuschauer: 1100.

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