SCHLESWIG-HOLSTEINISCHE LANDESZEITUNG

 

Rotenhöfer Punktgewinn in Preetz für Ecknig "illusorisch"

29. Mai 2010 | Von nki

Anpfiff zur vorerst letzten Auswärtspartie in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost für den TuS Rotenhof: Beim Preetzer TSV (48 Punkte) ist die Truppe von Ralph Ecknig heute (15.30 Uhr) krasser Außenseiter, auch wenn die letzten durchwachsenen Ergebnisse (ein Sieg, ein Unentschieden, eine Niederlage) des Tabellensechsten vermuten lassen, dass dort die Sommerpause herbeigesehnt wird.

Bis zum Hinspiel am vierten Spieltag war die Welt für den TuS mit einem Sieg und zwei Niederlagen noch halbwegs in Ordnung. Die 0:4-Klatsche an der Fockbeker Chaussee gegen das Team von Stefan Berger ließ dann jedoch erstmals erahnen, wie schwer die Saison werden würde. Die Statistik seit November 2002 spricht klar für die Preetzer, denn sechs Niederlagen und einem Remis stehen lediglich zwei Siege gegenüber. Von einem Punktgewinn will man im Lager der Rotenhöfer trotz des 1:1 gegen den TSV Waabs am Mittwoch gar nicht sprechen. "Das ist bei den spielstarken Preetzern wohl illusorisch. Dennoch halten wir an unseren kleinen Vorgaben fest, die Rote Laterne bis zum letzten Spieltag an die Waabser abzugeben und keine 100 Gegentreffer zu kassieren", appelliert Ecknig an sein Team, alles in die Waagschale zu werfen.

Um das eine Ziel zu verwirklichen, muss der TuS besonders auf den torgefährlichen Jan Göben aufpassen, der mit elf Treffern eine ausgezeichnete Quote für einen Mittelfeldspieler aufweist. Allerdings ist es mehr als fraglich, welche Spieler im städtischen Stadion am Jahnpark auflaufen werden, um den zu erwartenden Angriffswirbel zu unterbinden. So fallen mit Markus Passig, Friedrich Wolf und Patrick Nemec drei Leistungsträger aus privaten Gründen aus. "Personell pfeifen wir aus dem letzten Loch, so dass wir erneut gezwungen sind zu improvisieren. Insbesondere der mögliche Einsatz vom angeschlagenen Manndecker Malte Jensen, der sich nach der Saison einer Operation unterziehen wird, bereitet mir Bauchschmerzen", so Ecknig. Der Kader muss beim schweren Gang in die Schusterstadt wieder mit Akteuren der zweiten Mannschaft aufgefüllt werden.

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