SCHLESWIG-HOLSTEINISCHE LANDESZEITUNG

 

Owschlag will sich in Hamburg nicht aufs Glatteis führen lassen

11. Februar 2012 | Von bc

Owschlag. Zehntausende Ausflügler strömen an diesem Wochenende nach Hamburg. Ihr Ziel: das Alstereis-Vergnügen. Auch die Handballerinnen des TSV Owschlag reisen heute in die Hansestadt. Allerdings nicht, um Spaß auf dem Eis zu haben. Sie wollen Punkte sammeln. Möglichst zwei. Beim SC Alstertal-Langenhorn, abgeschlagenes Schlusslicht der 3. Liga und designierter Absteiger in die Oberliga, ist ein Sieg Pflicht. Ganz so fordernd will es Trainer Rainer Peetz zwar nicht formulieren, doch alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung für ihn: "Klar fahren wir nach Hamburg, um zu gewinnen." Anpfiff in der Sporthalle Tegelsbarg in Hamburg-Poppenbüttel ist um 20 Uhr.

Peetz freut sich auf die Partie. Sechs Trainingseinheiten hat er mit seiner Mannschaft seit dem Schwartau-Spiel vor zwei Wochen absolviert. Mit Ruhe und Bedacht schwor er seine Spielerinnen auf den Tabellenletzten ein. Der Coach will in den vielen Übungsstunden beobachtet haben, dass die Leistungskurve seines Teams nach oben zeigt.

Schon der knappe Sieg gegen Bad Schwartau sei nach zwei Niederlagen zu Jahresbeginn ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. "Wir haben danach sehr gut trainiert. Hoffentlich sieht man die Fortschritte auch, wenn es jetzt ernst wird", sagt Peetz, der zwei Spielerinnen hervorhebt. Greta Stolley und Jennifer Jacobs stachen aus einer homogenen Einheit heraus. "Beide haben im Angriff einen Schritt nach vorne gemacht. Ich hoffe, dass sie im Spiel genauso durchschlagskräftig agieren wie im Training", so Peetz.

Seine Mannschaft wird in Hamburg wieder an ihr Limit gehen müssen. Peetz hat den Gegner genau unter die Lupe genommen. Bei der jüngsten Niederlage Alstertals in Oyten ist ihm die elffache Torschützin Maike Wieding aufgefallen. Sie hat weite Teile der Hinrunde gefehlt. So auch beim 36:19-Heimsieg Owschlags gegen Alstertal.

Seinerzeit hatte der TSV keinerlei Probleme mit den Hamburgerinnen. Zu Hause ist SCALA jedoch nicht so leicht zu knacken. Schwartau bekam das bereits zu spüren, ließ einen Punkt beim Schlusslicht. "Alstertal hat seine Qualitäten. Wir müssen aufpassen", sagt Peetz.

Bleibt zu hoffen, dass sein Team in Hamburg trotz Alstereis-Vergnügens nicht aufs Glatteis geführt wird.


 


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