SCHLESWIG-HOLSTEINISCHE LANDESZEITUNG
Ohne Euphorie zum Spitzenreiter
Mehr Effektivität bei der Chancenverwertung ist gefragt: Hohn/Elsdorfs Eike Möller (rotes Trikot) will beim Tabellenführer seine Torgefährlichkeit häufiger unter Beweis stellen. Foto: Gerken
Hohn. Ein Zehn-Tore-Sieg gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld, vier der letzten fünf Spiele gewonnen, dadurch das Punktekonto ausgeglichen und auf Platz fünf in der Handball-Oberliga geklettert. All das belegt: Bei der HSG Hohn/Elsdorf kann die Stimmung zurzeit sehr gut sein. "Ist sie auch, wir dürfen nur nicht euphorisch werden, sondern müssen weiter nachlegen", bestätigt Trainer Thies Schmalfeld.
Für seine Mannschaft heißt es heute: Auf zum Spitzenreiter. Um 20.30 Uhr empfängt die SG Flensburg/Handewitt II die Hohner in der Handewitter Wikinghalle. Der Bundesliganachwuchs, der mit Macht aufsteigen will, musste bisher erst zwei Niederlagen verschmerzen, doch aufgemerkt: Eine davon geht auf die Kappe der HSG Hohn/Elsdorf, die das Hinspiel für sich entschied. "So einfach werden wir es sicherlich nicht noch einmal haben, wir wurden wohl von denen unterschätzt", glaubt Schmalfeld. Sollte es noch einmal so sein, wären die Flensburger selbst schuld, doch davon ist nicht auszugehen. "Der Tempogegenstoß ist die Hauptwaffe der SG, darauf müssen wir eingestellt sein", weiß Schmalfeld und fordert: "Das bedeutet für uns, dass wir schnell auf den Beinen sein und unsere Chancen im Angriff nutzen müssen."
Zwar gibt es am Endergebnis letzte Woche gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld wenig zu bemängeln, dennoch wünscht sich Schmalfeld noch mehr Effektivität. "Da haben wir gegen eine schwache Mannschaft 15 Minuten kein Tor geworfen. So gewinnen wir gegen Flensburg sicher nicht", sagt er. Vor allem Linksaußen Simon Henning, viertbester Oberligaschütze, sieht er als stärksten Spieler des Gegners an. Dazu kommen die Rückraumspieler Marc Blockus und Morten Dibbert, die über große Durchschlagskraft verfügen. "Eigentlich sind aber alle Flensburger individuell sehr stark ausgebildet, sodass wir niemanden außer Acht lassen dürfen", findet Schmalfeld, der seinerseits alle Akteure an Bord haben wird, um den Hinspielerfolg zu wiederholen.
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