NORDFRIESLAND TAGEBLATT
Wieder ein Sieg gegen einen "Großen"
In die Zange nehmen die Kieler Finn Rache (links) und Robert Altdick den Mildstedter Marten Lorenzen. Foto: voss
Husum. Erfolgreicher Spieltag für Nordfrieslands junge Handballerinnen und Handballer in den Jugend-Oberligen: Es gab drei Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage - die weibliche Jugend C der HSG Ohrstedt-Ostenfeld (SZOWW) unterlag Tabellenführer Ratekau knapp. Den zweiten Sieg in Serie gegen ein Spitzenteam feierte die männliche Jugend B des TSV Mildstedt beim 30:29 gegen den THW Kiel.
Männliche Jugend B: TSV Mildstedt - THW Kiel 30:29 (8:15). "Die Sensation geht in die zweite Runde", kommentierte Trainer André Hansen den neuerlichen Paukenschlag seiner Schützlinge. Danach hatte es zunächst nicht ausgesehen. Beim Stand von 0:4 nahm Hansen schon nach vier Minuten eine Auszeit. Sein Team kämpfte sich auf 8:11 heran, lag zur Pause aber scheinbar aussichtslos 8:15 zurück. "25 Minuten kämpfen", versprachen sich die Mildstedter in der Kabine. Der THW führte schon 20:12, dann kamen die Gastgeber ins Rollen: Die Abwehr mit dem guten Keeper Dennis D’Argento und dem starken Max Reinke stand, Mildstedt kam Tor um Tor heran - beim 28:28 war der Gleichstand geschafft und in der Schlussphase gelangen sogar noch zwei weitere Tore zum umjubelten Sieg.
TSV Mildstedt: D’Argento, Wuggazer - Reinke (7), Esters (6), Lorenzen (5), Davidsen (5), Thiesen (2), Jeß (1), Sell (1), Lutz (2), Oesterle (1).
Männliche Jugend C: TSV Mildstedt - HFF Munkbrarup 28:26 (13:13). "Balsam für die Handball-Seele", freute sich Trainer Birger Hoffmann, dessen Team zuletzt meist verloren hatte. In der ausgeglichenen Partie konnte sich keine der beiden Mannschaften einen Vorteil herausspielen. Auch in der zweiten Halbzeit wechselte ständig die Führung. In der hektischen Schlussphase hatte der TSV leichte Vorteile, die größere mannschaftliche Geschlossenheit gab den Ausschlag, dass die Punkte in der Mildauhalle blieben.
Tore TSV Mildstedt: Schacht (6), Mühle, Clausen, Neu (alle 5), Davidsen (4), Hoffmann (3).
HSG Ohrstedt-Ostenfeld (SZOWW) - VfL Bad Schwartau 26:26 (10:14). 1:6-Rückstand, Auszeit nach vier Minuten - es begann nicht gut für das Team von Trainer Oliver Zube. Nach einer Viertelstunde stand es gar 4:10. Erst jetzt fanden die Gastgeber die richtige Einstellung in der Abwehr, setzten den Gegner unter Druck und provozierten Fehler der Gäste. Die Deckung war im zweiten Durchgang aggressiver, Keeper Jan-Ole Perschewski hielt gut. Nach 40 Minuten hieß es 19:22, dann drehten die Nordfriesen auf und schafften den Gleichstand (24:24). Zwei Überzahl-Angriffe wurden in der turbulenten Schlussphase nicht genutzt, sonst wäre sogar der Sieg drin gewesen.
HSG SZOWW: Perschewski - Sokoll (1), Moos, Lüddens (1), Nicolaisen (11), Thiesen (5), Jacobs (2), Böckers (2), Hansen (4), Nissen.
Weibliche Jugend C: HSG SZOWW - TSV Ratekau 18:23 (9:12). Die Gastgeberinnen, die auf Torfrau Thurid Kuhk verzichten mussten (für sie stand Feldspielerin Laura Nickelsen zwischen den Pfosten), boten dem Favoriten lange Zeit Paroli und gerieten erst in den letzten Minuten des Spiels mit fünf Toren in Rückstand. Zwar führten die Gäste nahezu die gesamte Spielzeit; allerdings blieben die Nordfriesinnen immer auf Tuchfühlung (2:3, 5:5, 7:10). Eine starke Leistung zeigte die HSG insbesondere in der Abwehr, der es immer wieder gelang, das Angriffsspiel des Tabellenführers zu unterbinden. Beim Stand von 16:18 (43.) war sogar eine Überraschung möglich. "Wir haben eine tolle Moral gezeigt", freute sich Trainer Torben Lorenzen, der besonders Svea Janssen und Lina Hansen lobte.
HSG SZOWW: Laura Nickelsen - Samina Brodersen (1), Jane Flatterich (2), Franziska Hansen (1), Gyde Hansen, Lina Hansen (6), Pia Hansen, Jule Harring, Svea Janssen (8/4), Nadine Trommeshauser.
HSG Fockbek/Nübbel - MTV Leck 15:21 (8:10). Der MTV führte schnell 3:1, doch Fockbek glich zum 4:4 aus (14.). Leck zog wieder auf 10:6 davon, rettete eine knappe Führung in die Pause. Die Abwehr vor der sehr gut aufgelegten Torfrau Sarah Andresen stand sicher und ließ kaum etwas zu, im Angriff wurden jedoch - wie schon vor dem Seitenwechsel - etliche "Hochkaräter" ausgelassen. Die Gäste zogen zwar auf 20:13 davon, es hätten laut der Trainer Jörg May und Ugo Jochimsen aber "15 Tore mehr sein können". Kurios: Viele Chancen aus normaler Entfernung wurden vergeben - das letzte Tor der Partie erzielte Kim Bahlmann aus etwa 20 Metern trotz Abwehr und Torwart. Beste MTV-Spielerinnen waren Jane Burmeister und Alina Jochimsen.
MTV Leck: Sarah Andresen (1.-39. Minute), Larissa Gebauer (39.-50.) - Hanna Loesmann (2), Anna L. Glimm (1), Liev Kaeskamp, Alina Jochimsen (2), Chalien Gebauer (2), Jane Burmeister (9/3), Kim Bahlmann (2), Larissa Petersen (2), Laura Jahnke.
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