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Triathlon-Spaß trotz Schmuddelwetter

02. September 2010 | Von npb

Pellworm. Nordisch herbe Naturstimmung herrschte beim 6. TriFun-Triathlon auf

Pellworm: Kaltes und aufgewühltes Nordseewasser, ein brausender Wind und heftige Regenschauer. Doch die rund 90 Starter beim Ausdauer-Dreikampf mitten im Wattenmeer machten sich den Namen der Veranstaltung zum Motto und hatten trotz - oder gerade wegen - der rauen Bedingungen viel Spaß auf der Insel im Weltnaturerbe.

Mit 120 Voranmeldungen vermeldeten die Veranstalter Rekordbeteiligung, allerdings schreckte das frühherbstliche Wetter letztlich doch ein Viertel der Athleten vom Ausflug auf die Insel ab. Nach sechs erfolgreichen Veranstaltungen hat sich der TriFun-Triathlon inzwischen auch außerhalb Nordfrieslands einen Namen in der Triathlonszene gemacht. "Unser tideabhängiger Triathlon fasziniert Zuschauer wie Teilnehmer gleichermaßen", stellte Veranstalter Dierk Jensen fest. "Wir haben uns in den letzten Jahren ein Veranstaltungsprofil erarbeitet, das Sportler aus ganz Deutschland anzieht, die ohne Schnick-Schnack den herben Charme der Strecke, vor und hinter dem Deich, genießen wollen. Gerade das Nordseeschwimmen ist für viele ein echter Thrill", freut sich der Sprecher des TriFun-Teams zusammen mit seinen

Mitstreitern. Der Ausdauer-Dreikampf auf Pellworm ist neben der Veranstaltung in St. Peter-Ording Schleswig-Holsteins einziger offizieller

Triathlon mit Schwimmstrecke in der Nordsee.

Kühn, wagemutig und ohne Neoprenanzüge stürzten sich am Deich der Hooger Fähre zum Auftakt der Veranstaltung die jüngsten Starter in die Nordseewellen. Nach 200 m Schwimmen, 7,5 km Radfahren und 2,5 km Laufen rannte Philipp Koch von der LAV Husum nach 32:18 Minuten als erster Sieger des Tages über die Ziellinie. Seine Vereinskameradin Yasmin Bolz folgte nach 35:02 Minuten als schnellstes Mädchen des Dreikampfs.

Im Hauptrennen über die Jedermann-Distanz (0,5 km/20 km/5 km) hatte nach einem stürmischen Wettkampf ebenfalls ein Nordfriese die Nase vorn. Der 40-jährige Willi Petersen vom MTV Leck gewann in 1:00:07 Stunden mit klarem Vorsprung vor dem Trittauer Andreas Gosch (1:03:23) und dem 2008 auf Pellworm siegreichen Schwaben Reiner Herzog (1:04:20) vom VfL Sindelfingen.

Bei den Frauen lieferten sich zwei Hamburgerinnen ein spannendes Rennen. Dank Aufholjagd auf dem Rad und auf der Laufstrecke fing die 25-jährige Marianne Schön noch Andrea Vollstedt ab, die sich nach dem Schwimmen fast zwei Minuten Vorsprung erarbeitet hatte. Marianne Schön benötigte 1:11:13 Stunden, Vollstedt 13 Sekunden mehr. Den dritten Platz erkämpfte sich die Niebüllerin Andrea Mrosek in 1:13:50 Stunden.


 


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