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Landesliga Männer: SG Oeversee dreht erst nach der Pause auf
Bodenkampf: Björn Enewaldsen von der HSG Nord-NF wird vom Husumer Dirk Schadwill attackiert. Foto: wrege
Flensburg. Im Kampf um die Meisterschaft in der Handball-Landesliga Nord der Männer hat die SG Oeversee/Jarplund-Weding wieder die Führung übernommen. Mit 35:23 über den TSV Nordstrand überholte die SG den spielfreien Spitzenreiter TSV Mildstedt. Ebenfalls Hoffnung auf einen der vorderen Plätze macht sich auch die HSG SZOWW, die in Weddingstedt mit 32:23 erfolgreich war. Im unteren Tabellenbereich verspielte Stern Flensburg beim 32:33 gegen die HSG Tarp-Wanderup II die Chance, Anschluss an das untere Mittelfeld zu finden.
Stern Flensburg - HSG Tarp-Wanderup II 32:33 (18:16). Die erste Halbzeit stand im Zeichen der Gastgeber, die durchweg knapp führten, sich aber nicht entscheidend absetzen konnten. Doch nach der Pause zog die HSG das Tempo an, machte schnell fünf Tore in Folge und baute nach dem 21:18 die Führung auf 27:20 (47.) aus. "Meine Spieler waren wohl der Meinung, die Partie ist entschieden", berichtete HSG-Betreuer Ingo Breuel. Denn plötzlich produzierten die Gäste technische Fehler und Fehlwürfe. So wurde es noch einmal ganz eng. Stern kämpfte sich über 25:31 bis auf 31:32 heran, die Wende gelang aber nicht mehr.
Stern Flensburg: Rottschäfer (7), Pecher (6), Knabe (5), Kildentoft (4/1), Fechner (3); Schmidt (2), Hoffmann (2), Johannsen (2), Helmer (1). - HSG Tarp-Wanderup II: Möller (9), Jacobsen (7), Peters (6), Jürgensen (3), Hinrichten (2), Goldbeck (2), Flatterich, Löhmer, Thoroe und Bölk (je 1).
Glücksburg 09 - SG Mittelangeln 31:26 (15:13). Die SG hatte personelle Probleme, war gerade einmal mit acht Spielern, darunter zwei Torhüter, angetreten. Dafür hielt sich das Team von Klaus Meckes gut. Erst als Mitte der zweiten Halbzeit die Kraft nachließ, setzte sich Glücksburg entscheidend ab. In der ersten Halbzeit hielten die Gäste Abschluss. Glücksburg, das in der Abwehr zu sehr die Zügel schleifen ließ, konnte sich nur durch die starke Angriffsleistung - allen voran Ayko Roy Hicks - Mitte der zweiten Halbzeit lösen. Nach dem sich Glücksburg auf 26:21 abgesetzt hatte, hatte die SG nicht mehr die Kraft, dem Spiel noch ein Wende zu geben.
Glücksburg 09: Hicks (10), Petermann (6), Dahm (6/1), Marten (3), Schlapkohl (3), Winkels, Breuer, Ketels (je 1). - SG Mittelangeln: Ferth (6), Thielsen (4), Detert (4), Neumann (4), Andresen (4/2), Gebauer (2), Meinken (2).
HSG Nord-NF - SG Husum-Schobüll 29:21 (12:12). Husum stellte den Tabellenvierten in der ersten Halbzeit vor einige Rätsel. Nord-NF legte zwar ein 4:2 vor, musste aber die Gäste gleichziehen lassen und konnte sich bis zur Pause nicht wieder entscheidend lösen. Auch in der zweiten Halbzeit gelang es dem Gastgeber lange Zeit nicht, die SG abzuschütteln. "Erst nach dem 19:18 in der 45. Minute konnten wir zwei, drei Fehler der Husumer nutzen und auf 22:19 wegziehen", so Betreuerin Angelika Jansen. Ihre HSG setzte nach dem 22:19 (50.) nach und baute die Führung auf 26:19 aus. Das war die Entscheidung.
HSG Nord-NF: Thielebein (7/1), Madsen (5), Petersen (5), Enewaldsen (4), Borchardt (4/1), Schlichting (3), Wiehler (1). - SG Husum-Schobüll: Kossow (10/1), Andresen (3), Petersen (2), Hallmann (2), T. Schadwill, D. Schadwill, Zander, Becker (je 1).
SG Oeversee/Ja-We - TSV Nordstrand 35:23 (16:13). Der Favorit tat sich in der ersten Halbzeit gegen einen sich vehement wehrenden TSV Nordstrand schwer. "Wir haben unser Spiel nicht konsequent aufgezogen", bemängelte SG-Coach Brodersen. Das wurde nach einer Gardinenpredigt in der Pause besser. Endlich wurde der Ball schnell gespielt, der Gegner in der Deckung zum Laufen gebracht und dann in die Lücken gestoßen. Bis zur 42. Minute erspielte sich Oeversee eine 24:18-Führung. Nordstrand schwankte. Die SG setzte nach und baute die Führung bis zur 52. Minute auf 28:18 aus, und die Nordfriesen resignierten.
SG Oeversee/Ja-We: Kristof (8/1), Radau (8), Sieck (5/3), Matthes (4), Michaelsen (3), Tiller (2), Detlefsen (2), Fanzlau, Kothe, Otzen (je 1). - TSV Nordstrand: Nielsen (6), Gutbier (5/1), Asmussen (3), Hansen (3), M. Detlefsen, T. Detlefsen, Ketelsen (je 2).
HSG Weddingstedt - HSG SZOWW 23:32 (13:17). "Wir haben in der Abwehr überhaupt nicht zugepackt", sprach Weddingstedt Trainer Michael Gerstenberg von einer schwachen Deckungsarbeit seines Teams. Dabei kam den Dithmarschern zunächst entgegen, dass die Gäste nicht konsequent den Zug zum Tor hatten. Erst nach dem 11:9 zog SZOWW ein wenig an, baute die Führung zur Pause über 15:10 auf 17:13 aus. In der zweiten Halbzeit kamen zur schwachen Abwehrleistung der Gastgeber auch Fehler im Angriff. "Uns fehlte die Durchschlagskraft", so Gerstenberg. Die Nordfriesen nutzten diese Schwächen und setzten sich kontinuierlich ab.
Weddingstedt: Boecke (6), Meinke (5), Witt (3), B. Habermann (3), J. Hauenstein (2), M. Hauenstein (2), K. Habermann, Klein (je 1). - HSG SZOWW: Plöhn (7), Hansen (7), Flatterich (4), Roloff (3), Klenz (3), Lorenzen (2), Lohr (2), Carstensen (2), Walluks, Spoth (je 1).
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