FLENSBURGER TAGEBLATT
Erneute Niederlage für den Spitzenreiter
Flensburg. Die HSG Tarp-Wanderup II scheint aus dem Tritt gekommen zu sein. Nach dem 22:23 gegen Stern unterlag der Tabellenführer der Handball-Landesliga Nord der Frauen jetzt mit dem gleichen Resultat beim TSV Hürup. Zum Glück patzte auch der MTV Heide, der in Lindewitt 26:28 unterlag. Damit liegt jetzt Schleswig IF in Lauerstellung nach dem 24:20 bei der Reserve des TSV Nord Harrislee.
TSV Hürup - HSG Tarp-Wanderup 23:22 (10:14). Die ersten 30 Minuten standen ganz im Zeichen des Tabellenführers. Die HSG nutzte die Hüruper Schwächen, um sich auf 14:9 abzusetzen. Hürup verkürzte zur Pause auf 10:14. Wie umgewandelt kam der TSV aus der Kabine, spielte jetzt wesentlich aggressiver. Beim 18:18 war der Ausgleich geschafft. Bis zum 22:22 ging es hin und her. Dann erzielte Carstensen, mit zehn Treffer erfolgreichste Hüruperin, das umjubelte Siegtor.
TSV Hürup: Carstensen (10), Ewert (6), Jessen (3), Matthiesen (2), A. Schramm, Hauenstein (je 1). - HSG Tarp-Wanderup II: Marten (7), Heckel (5), Schrenk (3), von Seeler (3), Pruin (2), Schwehrs, Grodon (je 1).
TSV Lindewitt - MTV Heide 28:26 (13:14). Als sich Heide nach ausgeglichenem Start in der 16. Minute auf 9:6 absetzte, brachte das den TSV nicht aus der Ruhe. "Wir haben weiter gekämpft und den Rückstand bis zur Pause bis auf 13:14 reduziert", lobte Trainerin Sigrid Frahm-Nielsen die Moral ihre Spielerinnen. Nach dem Wechsel schloss Lindewitt sogar auf, musste aber Heide nach Strafzeiten erneut mit drei Toren ziehen lassen. Aber der TSV kämpfte sich zurück, schaffte den Ausgleich und in der 55. Minute die 27:26-Führung. Eine Minute vor dem Abpfiff erzielte dann Inga Nicolaisen den alles entscheidenden Treffer zum 28:26.
TSV Lindewitt: Nicolaisen (10/3), Ewald (9/3), Luth (6), Ochsenkühn (3). - MTV Heide: Weinerdt (9/7), Milde (6), Kühnel (4), Nommensen (3), Petter (2), Finke, Jessen (je 1).
HSG Kropp-Tetenhusen II - HSG SZOWW 26:23 (11:12). Auch wenn noch nicht alles so lief, wie es sich HSG-Trainerin Gundula Metzdorf vorstellt, war sie letztlich zufrieden. " Wir haben hinten sicher gestanden", lobte sie. Die ausgelassenen Chancen im Angriff ärgerten sie allerdings. "Wir haben noch zu viele Möglichkeiten ausgelassen." Die Partie war über weite Strecken völlig offen. Die HSG schaffte beim 17:15 (40.) die erste Zwei-Tore-Führung, doch die Nordfriesen schafften das 20:20 (50.) und 21:21 (55.). Mit einem tollen Schlussspurt sicherte sich der Gastgeber aber doch beide Zähler.
HSG Kropp-Tetenhusen II: Petersen (7), Flügel (6), Koenig (4), Bartelsen (3), Meggers (2), Kemle (2), Drews, Riedel (je 1). - HSG SZOWW: Lenz (8), Hagen (5), Carstensen (3), Henningsen (3), Stüber, Behrenbruch (je 2).
Stern Flensburg - SV Risum-Lindholm 36:26 (16:11). Der Stern-Rückraum bestimmte das Geschehen. Jill Benthien, Steffi Behncke und Birgit Honrich konnten nach Belieben schalten und walten. Das Schlusslicht fand kein Mittel gegen dieses Dreigestirn. Während es im Angriff von Stern lief, gab es in der Abwehr einige Lücken, was Trainer Daniel Berger in der Pause bemängelte. Mit Erfolg. Von 16:11 setzte sich Stern bis zur 43. Minute auf 23:15 ab. Nach dem 31:20 (50.) erhielten auch Talente Spielanteile.
Stern Flensburg: Honrich (11), Benthien (10), Behncke (9), Jensen (2), Heinsohn (2), Lambrecht, Terkelsen-Haudrup (je 1). - Risum-Lindholm: Koenig (7), Petersen (5), Heinsen (4), Seehofer (3), Röhrs (3), Paulsen (3), Glimm (1).
TSV Nord II - Schleswig IF 20:24 (10:16). "Wir haben im Angriff über weite Strecken zu hektisch und ungeordnet agiert", bemängelte Harrislees Coach Lars Thomas. Durch die vielen Ballverluste kam SIF zu einfachen Toren und baute die Führung über 4:2 und 7:4 auf 12:6 aus. Zur Pause hatte dieser Vorsprung weiter Bestand. Als Harrislee den Start in den zweiten Durchgang "verschlief", ließen sich die Schleswigerinnen diese Chance nicht entgehen und bauten die Führung auf 19:12 aus. Durch gute Einzelleistungen kämpfte sich Nord II auf 16:21 und 18:23 heran, doch SIF behielt das Zepter fest in der Hand und brachte die 24:20-Führung sicher über die Zeit.
TSV Nord II: Habeck (8), K. Wichmann (5), Hansen (4), Andresen (2), Braun (1). - Schleswig IF: Lübker (8), Feddersen (4), Kunert (3), Bressen (2), Peters (2), Schwarzlos (2), Linde, Barthen (je 1).
SG Flensburg-Handewitt - HC Treia/Jübek 22:23 (8:13). Die Gäste sahen schon wie der sichere Sieger aus. Der HC spielte auch in der ersten Halbzeit wesentlich zielstrebiger und druckvoller als die SG. Beim 6:6 hatte sich Treia abgesetzt und ein 12:7 vorgelegt. Zur Pause dann ein beruhigender 13:8-Vorsprung der Gäste, die aber den Start in die zweite Halbzeit verschliefen. Die SG, nun wesentlich agiler, kämpfte sich auf 12:14 und auf 17:17 heran. "Wir haben auch nicht aufgegeben, als Treia erneut mit 20:17 wegzog", meinte SG-Trainer Stephan Lache. Beim 21:21 (52.) war der Ausgleich perfekt. Dann blieb es lange Zeit torlos. Die Gastgeberinnen glichen die erneute Führung aus, hatten dann aber Pech, als Treia sieben Sekunden vor dem Abpfiff der Siegtreffer zum 23:22 gelang.
SG Flensburg-Handewitt: Dietz-Böhme (9/3), Sauerland (4), Lux (4), Quäck (2), Karff (2), Otruba (1). - HC Treia/Jübek: Schmitz (10/6), M. Clausen (6), Albertsen (3), Tams (2), Jähde (2).
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