HUSUMER NACHRICHTEN
Die Hoffnung auf den Klassenerhalt
In Bedrängnis - wie hier Matthias Carlsen (re.) gegen Bredstedt - gerieten die Spieler des TSV RW Niebüll häufiger. Foto: dew
Husum. 16 Mannschaften, ein Wunsch: Endlich wieder spielen! Die Fußball-Kreisliga liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis. Wie die Hinrunde lief und was sich die Clubs für die Rückrunde (wann immer sie auch beginnt) vorgenommen haben, lesen Sie in unserer Bilanz, die mit den Teams aus dem Tabellenkeller beginnt.
FC BW Friedrichstadt
Blau-Weiß-Chef Uwe Thomsen hatte sich eine sorgenfreie Saison gewünscht - das ist nicht eingetreten. Mit 15 Zählern aus 15 Spielen belegen die Treenestädter Platz 13 und eigentlich sorgte erst der Sieg gegen den TSV Seeth/Drage am letzten Spieltag für ein annehmbares Polster auf die Abstiegsplätze. Zur Rückrunde erhofft sich Thomsen eine Verbesserung. "Mit Hauke Hartmann haben wir einen Trainer, der zu uns passt", lobt Thomsen den Coach.
Außerdem wird der Kader zur Rückrunde mit drei Neuzugängen aufgefrischt. Benjamin Kühnberger (TSV Rantrum), Ole Godbersen (Rödemisser SV) und David Thämlitz (TSV Seeth/Drage) sollen den Konkurrenzkampf beleben. Beim Blick in die Zukunft ist Thomsen nicht bange: "Wir haben gute A-Jugendliche und sind auch in den weiteren Jugendmannschaften gut aufgestellt."
TSV Hattstedt
Der TSV Hattstedt kam in der Hinserie nicht in Tritt. Das Team von Trainer Bernd Anklam gewann nur ein Spiel und hat als Tabellen-14. erst sieben Zähler auf dem Konto. "Damit sind wir natürlich überhaupt nicht zufrieden", so Anklam. Vernünftige Vorbereitung und harte Arbeit sind nun Pflichtprogramm für den Trainer. "Wir müssen das Glück erzwingen, und das muss man sich erarbeiten", nimmt er seine Spieler in die Pflicht. Bei fünf noch ausstehenden Nachholspielen - die Winter-Ausfälle nicht eingerechnet - werden mehrere "englische Wochen" auf die Mannschaft zukommen, da wird körperliche Fitness den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben. An die Einstellung seines Teams knüpft Anklam auch seine Zukunft in Hattstedt: "Ich werde mir genau anschauen, was die Jungs wollen."
TSV Rotweiß Niebüll
Mit nur fünf Punkten liegt der Aufsteiger auf dem vorletzten Tabellenplatz. "Das hatten wir uns anders vorgestellt. Nach den guten Leistungen in der Vorbereitung haben wir enorme Probleme, das Spiel zu machen. Vor allem unsere Offensive war ein totaler Ausfall mit nur zehn Toren in 15 Spielen", sagt Trainer Volker Ketelsen.
Der Coach weiter: "Wir wissen, dass wir mehr können. Wir müssen daran arbeiten, auch ein Spiel bestimmen zu können und dann auch die Tore zu machen." Nach wie vor glaubt Ketelsen an den Klassenerhalt: "Wir haben noch nicht aufgegeben. Ich habe mehrere Spieler angesprochen, aber es ist schwer, neue Leute zu gewinnen, wenn Du um den Abstieg spielst."
Klar ist für ihn, wer das Titelrennen macht: die SG Langenhorn-Enge. "Die SG ist personell sehr gut besetzt, spielt eine sehr gute und kompakte Viererkette in der Abwehr und erfrischenden Offensivfußball", legt sich der Rotweiß-Trainer fest.
TSV Seeth/Drage
Nur drei Punkte sammelte der TSV Seeth/Drage in der Hinserie, zu schwer wog der Weggang zahlreicher Leistungsträger in der Sommerpause. In der Rückrunde wird mit Marco Überleer ein neuer Trainer amtieren - er löste Michael Rohde ab, der sechs Jahre die Seether trainiert hatte. "Es sind noch 16 Spiele zu spielen, wir haben noch Hoffnung", gibt sich Überleer kämpferisch. Sein Team soll von den Routiniers wie Helge Jensen, Michael Johannsen oder Thorsten Reimers geführt werden. Wichtig wird sein, dass die Fußballer nicht - wie in der Hinrunde - nach hohen Niederlagen die Lust verlieren. "Da werden wir uns eher defensiv ausrichten", sagt Überleer. David Thämlitz ging nach Friedrichstadt und Rene Hoppe nach Rantrum), neu dabei ist Nis Ole Albrecht vom Tönninger SV.
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