FLENSBURGER TAGEBLATT
Das Topspiel in der Wikinghalle
Frei vor dem Tor: Pelle Schilling würde sich über solche Situationen gegen den Spitzenreiter aus Berlin freuen.
Handewitt. Zweiter gegen Erster - die Staffel Ost der Handball-Bundesliga der männlichen Jugend A erlebt heute um 18 Uhr ihr Topspiel. Die SG Flensburg-Handewitt trifft in der Wikinghalle auf die SG Spandau/Füchse Berlin. Die SG rechnet mit einer guten Zuschauer-Resonanz. Denn "Deutschlands beste A-Jugend" kommt nicht alle Tage in den hohen Norden. Die Gastgeber werden alles tun, um einen "Hit auf Augenhöhe" zu bieten. "Meine Mannschaft ist heiß", verspricht Sascha Zollinger.
Der SG-Trainer gerät ins Schwärmen, wenn er vom Kontrahenten spricht. Bob Hanning, an der Spree der große "Handball-Macher", hat nicht weniger als sechs Jugend-Nationalspieler unter seinen Fittichen. In Handewitt kann er auf seine beste Formation setzen. 2010 war seine Truppe deutscher B-Jugend-Meister, im vergangenen Frühjahr in der ersten Saison bereits der Titelträger bei der A-Jugend. "Wenn die nach 20 Minuten durchwechseln, ist kein Qualitätsverlust zu spüren", meint Sascha Zollinger. "Und wenn sie Freundschaftsspiele bestreiten, geht es gegen Männer-Zweitligisten wie Rostock oder Potsdam."
Die Berliner haben bislang nur in Anderten einen Punkt liegen gelassen und sind das einzige von 48 Bundesliga-Teams, das noch ungeschlagen ist. Kein Wunder, dass sich der SG-Clan in der Außenseiterrolle sieht. Eine Einschätzung, die Bob Hanning nicht so stehen lässt. "Wir sind vielleicht ein Tick besser", sagt er. "Bei meinem Freund Sascha Zollinger habe ich aber noch nie gewonnen."
Ohne Hoffnungen geht das SG-Team nicht ins Rennen. Es baut auf das Tempospiel und den kompletten Kader. Das Hinspiel, das nach 20 Minuten einen einseitigen Trend hatte und mit 24:31 verloren ging, dient nicht als Vorbild. "Ein großes Etappenziel wäre erreicht, wenn es nach 50 Minuten noch unentschieden steht", sagt Sascha Zollinger. Er bleibt angesichts des schweren Februar-Programms bei der Zielvorgabe, einen Platz unter den ersten Vier zu ergattern und die direkte Qualifikation für die nächste Bundesliga-Saison zu sichern. Bob Hanning traut der SG mehr zu: "Magdeburg oder Flensburg - wer gegen uns gewinnt, zieht mit uns ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft ein."
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