ELMSHORNER NACHRICHTEN

 

Die starken Dänen in Elmshorn

19. Mai 2010 | Von mbu;kst;asb

Die Kleinsten spielten in Heidgraben, hier die Partie zwischen Komet Blankenese und Blau-Weiß 96. Foto: Behrmann

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Elmshorn / Seester / Heidgraben. Das Übernachtungscamp in der Elsa-Brändström-Schule (EBS) war fest in dänischer Hand - plus der Gäste aus Berlin. Mehr als 280 Mädchen und Jungen übernachteten zum 27. Timm-Turnier am Krück aupark. So viele waren es noch nie. Und Jürgen Freter, Jugendleiter des FC Elmshorn und in der Vergangenheit viele Jahre dort Herbergsvater, berichtete bereits jetzt von fast 400 Voranmeldungen fürs nächste Jahr.

Die größte Gruppe stellte der dänische Klub Odder IGF. 180 Mädchen und Jungen in den jüngeren Jahrgängen kamen schichtweise mit drei Bussen aus der 20 Kilometer südlich von Arhus gelegenen Gemeinde an die Krückau.

Die Begeisterung für das Timm-Turnier erklärte Erik Madsen so: "Für die Kinder ist es wichtig, dass sie ins Ausland fahren." Vor sechs Jahren war der Hauptorganisator auf Seiten der Skandinavier erstmals auf das Timm-Turnier aufmerksam geworden. Und seither kommen die Dänen immer wieder gern und mit immer mehr Teilnehmern nach Elmshorn. Dies hauptsächlich des Spaßes wegen. "Wir haben keine erste und keine fünfte Mannschaft, sondern versuchen alle Mannschaften gleichermaßen stark zu machen", erklärte Madsen, "deshalb haben wir auch noch nie gewonnen." Mit den E-Mädchen war Odder IGF dicht dran, die Mädels von BMI Dänemark waren aber den einen Tick stärker. Gleiches galt für die E-Jungs, die ebenfalls am Ramskamp Zweiter wurden - hinter dem VfB Hermsdorf.
Seester: Vom

Winde verweht


Es lag wohl am Wetter, dass nur wenige Mannschaften bis zur Siegerehrung durchhielten. Stürmischer Wind und gefühlte Temperaturen um den Gefrierpunkt mitten im Mai, das war selbst für die hart gesottensten Jugendfußballer zu viel. Viele hatten sich nach ihrem letzten Gruppenspiel direkt auf den Heimweg gemacht, immerhin 14 Teams trotzten allerdings dem Wetter und nahmen jubelnd ihre Trophäen - Medaillen, Pokale, Fußbälle und Süßigkeiten - aus den Händen von Turnierorganisator Sven Bechtel und Pinnebergs Kreispräsident Burkhard E. Tiemann entgegen. Tiemann: "Ich habe selbst jahrelang Jugendfußballmannschaften trainiert und es freut mich, immer wieder zu sehen, dass hier Hunderte von Kindern aus dem In- und Ausland gemeinsam miteinander und völlig problemlos spielen und kommunizieren."

Und während der FC Bayern München als DFB-Pokalsieger am Abend einen Pokal aus der Bundeshauptstadt entführte, nahmen die D-Jugend-Kicker des SC Staaken Berlin eine Trophäe mit nach Hause. Diese hatten sie sich im Finale gegen den Vorjahressieger der Lübecker Emanuel-Geibel-Realschule allerdings schwerer erkämpfen müssen als der Deutsche Meister gegen Werder Bremen: Nach einem Remis in der regulären Spielzeit setzten sich die Hauptstädter erst im Neunmeterschießen gegen die Lübecker um den ehemaligen Liether Bert-Jürgen Otto mit 3:2 durch.
Heidgraben:

Premiere der G-Jugend


"Bist Du ein echter Trainer?" Diese Frage wagte einer der G-Jugendlichen bei der Premiere des Internationalen Timm-Turniers in Heidgraben erst nach Spiel ende respektvoll an einen Erwachsenen zu richten. "Dieses Mal war es hier noch nicht international", berichtet Astrid Zibull, Fußball-Jugendwartin des Heidgrabener SV, "aber im nächsten Jahr wollen wir gern auch einige Mannschaften aus dem Ausland bei uns begrüßen." Außer zwei Mannschaften des gastgebenden "kleinen HSV" nahmen nur Teams aus dem Hamburger Verband teil. "Für viele Spieler ist es etwas Besonderes, dass die Spiele von echten Schiedsrichtern gepfiffen werden, die sonst bei uns in Heidgraben auch die Punktspiele leiten", sagte Zibull. Für die jüngeren Heidgrabener endete das Timm-Turnier mit einem Erfolg: Platz zwei.


 


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