ECKERNFÖRDER ZEITUNG
GTV-Abstieg rückt immer näher
Zeigte in der Schlussphase, als allerdings schon alles entschieden war, noch einige Paraden: GTV-Torhüter Thorsten Lange. Foto: tp
Gettorf. Im Kampf gegen den Abstieg aus der Handball-Landesliga Mitte der Männer zieht sich die Schlinge um den Hals des Gettorfer TV immer enger zu. Während die Gettorfer - stark ersatzgeschwächt - beim 22:33 (7:15) in Kronshagen chancenlos waren, punktete die Konkurrenz. Der TSV Kremperheide setzte sich bei der SG WIFT II mit 37:35 (15:14) durch und auch die HSG Horst/Kiebitzreihe gewann das Steinburg-Derby mit 26:25 (13:12) gegen Herzhorn II. Der Gettorfer TV fiel dadurch wieder auf den vorletzten Regelabstiegsplatz zurück. "Rechnerisch ist zwar noch etwas möglich, doch realistisch werden unsere Chancen, die Klasse zu erhalten, immer geringer", gesteht GTV-Spieler Steffen Augspach ein.
Beim TSV Kronshagen spielten die Gettorfer quasi mit dem letzten Aufgebot. "Da einige Spieler aus der zweiten Mannschaft wegen zu hoher Belastung nicht spielen wollten, mussten wir Spieler wie Martin Scholz einsetzen, der seine aktive Zeit eigentlich schon beendet hat und seit einiger Zeit nicht mehr spielt. Danny Ingwersen spielt in der zweiten, Marco Landt-Hayen in der dritten Mannschaft. Mit so einem Aufgebot fehlen gegen ein Team wie Kronshagen einfach die Alternativen", erklärt Augspach. "Trotz dieses Mankos haben wir uns dennoch gut verkauft."
Nach dem 2:2 spielte der TSV seine Stärken aus. Mit schnellem Spiel wurde der Gettorfer TV überlaufen oder in der Deckung durch schnelle Pässe ausgehebelt. Schnell hieß es 9:3, und zur Pause waren die Gastgeber schon auf 15:7 enteilt.
Die Partie setzte sich auch nach dem Wechsel in ähnlicher Weise fort. Bis zur 38. Minute baute der Gastgeber die Führung auf 19:9 aus. Ob es nun ein wenig Überheblichkeit der Kronshagener war, die plötzlich abbauten oder der Mut der Verzweiflung der Gettorfer, auf jeden Fall bekam die Partie plötzlich eine andere Wende. Mit sechs Toren in Folge kämpften sich die Gäste auf 15:19 und 17:21 heran. "Wir hatten durchaus die Möglichkeit, noch weiter zu verkürzen. Doch so langsam machte sich bei uns die Belastung bemerkbar", sagt Augspach.
Der TSV erhöhte noch einmal das Tempo. "Jetzt fehlten uns die Alternativen, um dagegen zu halten", gesteht der GTV-Rückraumspieler. Kronshagen setzte sich auf 27:18 ab. Die Partie war entschieden.
Gettorfer TV: Nohns, Lange - Bergert (2), Reins (4), Carstensen (1), Köhler (3), Stolze (3), Augspach (1), Scholz (3/3), Ingwersen (4/2) und Landt-Hayen (1).
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