ECKERNFÖRDER ZEITUNG
GTV: Qualitätsverlust durch Abgänge
Gettorf. Vor einer ganz schweren Saison steht der Gettorfer TV in der Handball-Landesliga Mitte der Männer. Das Team von Jan Strunk, der auch in dieser Saison die Mannschaft betreut, hat einige wichtige Spieler abgeben müssen. Besonders schwer wiegen die Abgänge der beiden Torhüter Marco Minier und Philipp Kraul. "So ist es nun einmal, wenn man eine gute Saison gespielt hat, wie wir im vergangenen Jahr. Das weckt das Interesse an den Spielern. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass vier Akteure nun zu einem höherklassigen Verein gewechselt sind", erklärt GTV-Coach Jan Strunk. Ihm ist ein Kader von zehn, elf Handballern durchaus breit genug, nur gibt er zu bedenken, dass mit den vier Abgängen große individuelle Klasse den Verein verlassen hat.
"Wir haben zwar mit Torsten Lange eine Torhüter hinzubekommen, doch ein zweiter Torwart fehlt", hat der Gettorfer TV, so berichtet GTV-Spieler Steffen Augspach, Oldie Eckard Nohns zumindest davon überzeugen können, zeitweise einzuspringen. "Ständig wird er aber nicht mehr zur Verfügung stehen." Auch auf dem Feld hat sich einiges getan. So konnten die Abgänge von den Brüdern Nils und Sven Petersen sowie der Abgang von Florian Kunze nur bedingt durch den reaktivierten Arne Reins und Per-Ole Lübker aus der 2. Mannschaft ausgeglichen werden, zumal mit Sven Stolte auch noch ein weiterer Feldspieler eine Pause einlegt. Steffen Howorek, der ebenfalls pausieren wollte, konnte davon überzeugt werden, ein weiters Jahr dranzuhängen, wird aber auch nicht immer zur Verfügung stehen. Im Stillen hoffen die Gettorfer noch auf den einen oder anderen Zugang, wenn die Semesterferien vorbei sind und neue Studenten nach Kiel kommen. Ob es gelingt, neue Spieler hinzuzugewinnen und diese dann auch noch möglichst schnell zu integrieren, ist zumindest etwas fraglich.
"Mit unserer derzeit sehr dünnen Spielerdecke wird es eine ganz schwere Saison", sagt Augspach und ist überzeugt davon, dass keiner beim Gettorfer TV damit rechnet, vorne mitspielen zu können. "Vielmehr werden wir gegen den Abstieg kämpfen", vermutet der Rückraumspieler. Der Gettorfer TV baut dabei auf seine Heimstärke. In den vergangenen Jahren hat der GTV seine Punkte hauptsächlich zu Hause geholt.
Im Gettorfer Lager rechnet man mit dem Preetzer TSV, der HSG Horst/Kiebitzreihe sowie der HSG Hohn/Elsdorf II auf den vorderen Plätzen. Gegen alle anderen Mannschaften rechnet sich der Gettorfer TV zumindest zu Hause eine Chance aus. Diese wird man auch nutzen müssen, will man am Ende der Saison nicht zu den Teams gehören, die den Weg in die Kreisoberliga antreten müssen.
Lust auf mehr? Ihre sh:z Tageszeitung jetzt
2 Wochen kostenlos testen.






