ECKERNFÖRDER ZEITUNG
GSC nur eine Hälfte stark
Rendsburg. Der GSC bleibt auch im sechsten Spiel in Folge ohne Punktgewinn. Beim Rendsburger TSV stand in einer schwachen Verbandsliga-Partie am Ende ein über die gesamte Spielzeit gesehen gerechtes 2:0 (1:0) für die Hausherren zu Buche.
Es war ein müder Sonnabendnachmittagskick am Nobiskrug, aber immerhin setzten die Gäste im ersten Durchgang, trotz des frühen Ausfalls von Kapitän Jan Zimmer, noch einige Akzente.
Einen drangvollen Sturmlauf von Torben Dahsel unterbanden Rendsburgs Abwehrchef Lars Zeruhn und Jörg Ahrends im Strafraum regelwidrig (30.), doch dem ansonsten souveränen Unparteiischen blieb die Sicht auf Zeruhns Grätsche versperrt. Dahsel nahm den Schwung hingegen mit und setzte sich fünf Minuten später erneut durch, traf mit der Pike jedoch nur das Lattenkreuz. Auf der Gegenseite herrschte kurz Verwirrung in der GSC-Deckung, als Manuel Rathje für fünf Minuten an der Außenlinie behandelt wurde. Gerade, als er wieder auf das Feld zurück kam, versuchte es sein Gegenspieler Andre Sümnik ebenfalls mit der Pike, traf auch den Pfosten - von wo der Ball ins Tor prallte (42.). So gingen die Hausherren mit einer zu diesem Zeitpunkt glücklichen Führung in die Kabine. Spielerisch hatte der Liga-Vierte bis dato nichts vorgetragen, was der Klasse entspräche. Einzig der ausnehmend starke Michel Witt setzte sich mehrfach eindrucksvoll in Szene und prüfte GSC-Keeper Lennart Weidner zwei Mal (17., 21.).
Weidner hielt seine Farben nach dem Wechsel im Rennen, indem er mehrfach die Fäuste noch zwischen den Ball und einen höheren Rückstand brachte (Christer Reiser aus spitzem Winkel; 56., Sololauf Michel Witt; 58., Freistoß Kerem Atamtürker; 64., Nachschuss Michel Witt, Andre Sümnik aus kurzer Distanz; 66.).
Die Gastgeber hatten sich eine lautstarke Ansprache ihres neuen Trainers Frank Drews zu Herzen genommen und machten nun unaufhörlich Druck auf das Gehäuse des GSC, dem mit einer Ausnahme nichts mehr gelang. Tim Rogge (73.) feuerte einen Distanzschuss ab, den RTSV-Schlussmann Fabian Skoruppa nur abklatschen konnte. Die Möglichkeit zum Nachschuss durch Christian Schössler wurde wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Schließlich machte der eingewechselte Malte Hehlert seinem Ruf als Torjäger der letzten Minuten alle Ehre und verwandelte aus der Drehung zum 2:0 (89.).
Beide Trainer waren sich einig, dass aufgrund der deutlichen Kräfteverhältnisse im zweiten Durchgang der Sieg der Rendsburger verdient war. Drews wartete lange auf das zweite Tor: "Das war eine Partie, wo man dranbleiben muss, um nachzulegen. Insofern kam das 2:0 eigentlich zu spät, denn bis dahin ritten wir auf einem sehr schmalen Grad." GSC-Coach Jens-Uwe Lorenzen hadert mit dem Pech in der ersten Hälfte: "Wir haben das Spiel zunächst ausgeglichen gestalten können. Ein klarer Elfmeter wurde uns verweigert, das müssen wir hinnehmen. Die Pfostentreffer auf beiden Seiten zeigten, wie eng Glück und Pech beieinander liegen können. Nach der Pause waren wir nicht mehr in der Lage, mitzuhalten. Wir konzentrieren uns jetzt auf das kommende, richtungweisende Spiel bei Kilia Kiel." Rendsburger TSV: Skoruppa - Ahrends, Zeruhn, Sievers - Atamtürker, M. Sümnik, Ma. Witt, Gollasch, Mi. Witt (85. Fatnassi) - Reiser (63. Korkmaz), A. Sümnik (75. Hehlert)
GSC: Weidner - J. Zimmer (11. Funk), L. Gravert, Rathje - Kurtz, Schwauna (75. Thorhauer), Rogge, Hluscik, Lehwald - Schössler, Dahsel
SR: Wellnitz (Neuenkirchen/Dithm.)
Zuschauer: 95
Tore: 1:0 A. Sümnik (42.), 2:0 Hehlert (89.)
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