ECKERNFÖRDER ZEITUNG

 

Gettorfer TV fehlen nur acht Sekunden

05. April 2011 | 00:10 Uhr | Von Wilfried Zabel

Blindwurf: Mit geschlossenen Augen versucht es Gettorfs Nils Köhler aus dem Rückraum, doch die Deckung des TSV Alt Duvenstedt II ist zur Stelle. Foto: Peters

Gettorf. Es war, wie schon in so vielen Spielen des Gettorfer TV in dieser Saison der Handball Landesliga Mitte der Männer. Buchstäblich in letzter Sekunde entglitt ihnen zumindest ein Punkt beim 28:28 (14:13) gegen den TSV Alt Duvenstedt II. "Auch dieses Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Diese in letzter Sekunde verspielten Punkte zu Hause haben uns den Abstieg beschert", sagt GTV-Spieler Steffen Augspach.

Gegen den TSV wollte es der Gettorfer TV noch einmal allen zeigen, zumal bei den Gästen mit Hendrik Heinicke der Ex-Coach und mit den Brüdern Nils und Sven Petersen zwei alte Mitspieler mit von der Partie waren.

In der kampfbetonten Partie schenkten sich beide Teams sich nichts. Den Gettorfern gelang mit dem 6:1 ein Bilderbuchstart. Doch die Gäste reagierten, stellten die Abwehr um und machten nach vorne viel Druck. Beim 10:9 für die Duvenstedter hatte sich die Partie gewendet. Erst kurz vor der Pause ging der GTV wieder 14:13 in Führung.

Im zweiten Spielabschnitt waren es die Gäste, die die Initiative ergriffen und ein 24:20 (48.) vorlegten. Jan Strunk, der die Gettorfer wieder betreute, zog die Reißleine und motivierte die Mannschaft noch einmal neu: "Wenn ihr so weiterspielt, verliert ihr deutlich." Das wollten die Gettorfer nun auf keinen Fall. Noch einmal wurden alle Kräfte mobilisiert. "Besonders Dominic Henschel war an diesem Tag nicht zu stoppen", lobt Augspach seinen Mitspieler.

Der GTV glich nicht nur aus, er lag sogar in der Schlussminute mit 28:27 vorn. Arne Reins hatte die Entscheidung in der Hand, vergab aber freistehend. Im Gegenzug gab es eine strittige Situation: Beide Schiedsrichter waren sich nicht einig. Da Steffen Augspach den Ball nicht niederlegte, wurde er mit einer Zeitstrafe belegt. Die Duvenstedter bekamen einen Freiwurf zugesprochen. Pascal Hehn, bis dahin wenig in Erscheinung getreten, nutzte die Chance und setzte acht Sekunden vor dem Abpfiff den Ball zum 28:28 für die Duvenstedter in das von Eckardt Nohns ansonsten glänzend gehütete Tor.GTV: Nohns, Lange - Henschel (11/5), Bergert (2), Reins (5), Carstensen (2), Lübker (1), Löhler (5), Augspach (2), Großmann.


 


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