ECKERNFÖRDER ZEITUNG

 

GSC: Dämpfer im Abstiegskampf

23. April 2011 | Von Jorck Tietjens

Außennetz: Kilia-Torwart Niklas Lott (li.) befürchtet das Schlimmste, doch Gettorfs Christian Schössler (Mitte) zielt daneben. Foto: Tietjens

Kiel. Wie schon im Mittwochspiel der Vorwoche mit dem schmeichelhaften Sieg in Felde taten sich die Verbandsliga-Fußballer des Gettorfer SC schwer beim vermeintlichen Underdog FC Kilia Kiel. Doch diesmal blieben beide Mannschaften mit einem torlosen Remis das Argument für einen Klassenverbleib schuldig.

Der GSC fand nie richtig ins Spiel und enttäuschte die vielen mitgereisten Anhänger maßlos. Einzig zur Normalform fand Lennart Gravert, der sich mit Kilias herausragenden Nils Hollm einige sehenswerte Zweikämpfe lieferte. Unter den Zuschauern waren auch die Trainer Özcan Atasoy (Inter Türkspor Kiel) und Karim Youssef (TSV Lütjenburg), die ihre kommenden Gegner am Ostersonnabend begutachten wollten. Viel schlauer oder gar ängstlicher dürften sie nach dem Spiel am Hasseldieksdammer Weg nicht nach Hause gefahren sein.

Im ersten Durchgang belief sich die Chancenverteilung auf ein mageres 1:1. Kilias Simon Sam hatte Philip Bauer in Szene gesetzt, der aber verstolperte (10.). Auf der Gegenseite traf GSC-Kapitän Jan Zimmer mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze immerhin das Außennetz.

Dort landete in der zweiten Hälfte auch eine Großchance von Christian Schössler (63.) nach einer Einwurfflanke von Jens-Uwe Lorenzen. Drei Minuten später ließ Fidan Imeri einen strammen Schuss aus rund20 Metern ab, der noch zur Ecke abgefälscht wurde. In der 71. Minute blieb GSC-Keeper Lennart Weidner in einer 1:1-Situation Sieger gegen den kurz vor der Pause eingewechselten Slim Ben Soltana. Eine Freistoßvorlage von Julian Arndt konnten Nils Zimmer und Adam Moryl nicht verwerten (85.). Rafael Bock prüfte zudem in der Schlussminute noch einmal Weidner, der mit den Fäusten zur Ecke klärte.

"Wir haben versucht, kontrolliert auf Sieg zu spielen. Hinten haben wir gut gestanden, nach vorne ging weniger", bilanziert Kilia-Trainer Peter Schlichert. "Unser Problem bleibt: Wenn wir mal Chancen haben, können wir sie nicht nutzen." GSC-Coach Stefan Mackeprang ist dagegen stinksauer: "Ich ärgere mich. Im Kopf hatten einige das Spiel wohl schon gewonnen oder die Schuhe verkehrt herum geschnürt. Alle Automatismen, die wir uns erarbeitet hatten, wurden beiseite gelegt. Letztendlich ist es der Schwäche von Kilia zu verdanken, dass wir hier einen Punkt geholt haben."

Für die Gettorfer geht es nun darum, nach sechs Spielen ohne Niederlage, auch über die Osterfeiertage ungeschlagen zu bleiben. Das erhoffte Punktepolster ist nach diesem Unentschieden deutlich zu dünn, um darauf mal ein feiertägliches Nickerchen zu machen. Heute, ab 15 Uhr, am Ringweg gegen Inter Türkspor Kiel (5.) und Monatg, ebenfalls ab 15 Uhr, am Auberg beim Wiker SV (7.) muss nun gepunktet werden, um das bisher Aufgebaute nicht wieder einzureißen. FC Kilia: Lott - Hollm, Ruhberg, Sahre, Paesler - Imeri, Cumur, Kasputtis - Sam (45. Rodrigues), Bock - Bauer (45. Ben Soltana)

GSC: Weidner - Moryl, J. Zimmer, N. Zimmer, L. Gravert - Degenhardt (46. Kietzmann), Hluscik, Lorenzen (78. Kurtz) - Arndt, Nickel, Schössler

Schiedsrichter: Bock (FC Borussia Segeberg)

Zuschauer: 75 - Tore: Fehlanzeige


 


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