ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Gettorfer SC in Klausdorf unter Wert geschlagen
Klausdorf. Wie zuletzt gegen Plön sahen die Gettorfer Anhänger zwei Gesichter ihrer Elf - nur das in der Verbandsliga-Partie beim TSV Klausdorf die zweite Halbzeit die katastrophale war. Nach einer kompakten Vorstellung im ersten Durchgang standen die Rot-Weißen am Ende erneut mit hängenden Köpfen und leeren Händen da. Die Gastgeber hingegen freuten sich nachvollziehbar überschwänglich über das 2:1 (0:1), das einem Brustlöser für die Köpke-Elf gleichkam.
Nervosität prägte die Anfangsphase des Spiels, was aufgrund der Tabellensituation und der zuletzt desaströsen Erfolgsbilanz beider Teams kein Wunder war. Der Schleswig-Holstein-Liga-Absteiger versuchte ein schnelles Spiel nach vorne aufzuziehen, blieb dabei aber konfus und bis kurz vor dem Halbzeitpfiff ohne Torchance. Die Gäste hielten ihre Nerven besser und ihre Gegenspieler zweikampfstark im Griff, wobei sich die Manndecker Lennart Gravert und Adam Moryl sowie Tim Rogge und Marcel Qualen zunächst Bestnoten verdienten. Torben Dahsel (11.) traf per Kopfball nach einem Flankenlauf von Christian Schössler zur verdienten Führung, die David Lehwald (37.) noch hätte ausbauen können. GSC-Keeper Lennart Weidner hielt gegen Metin Mirza (40.) und Mark Bola (44.) seinen Kasten bis zum Seitenwechsel reaktionsstark sauber.
Bei den Hausherren sorgte die Einwechslung von Samet Aydemir für die Wende. Der quirlige Stürmer traf in der 47. Minute das Außennetz, was ihm Danny Heese sechs Minuten später nachmachte. Weidner im GSC-Tor sah das Unheil kommen und forderte lautstark: "Wir müssen mehr investieren. Das gefällt mir nicht!" Nur zwei Minuten danach war Aydemir durch und erzielte den Ausgleich (56.). Fortan lief beim TSV alles rund und beim GSC nichts mehr zusammen. Weidner parierte einen 30 Meter-Hammer von Maximilian von Randow (61.), Florian Frisch (72.) zielte noch zu hoch. Die Wohlder versuchten noch einmal, sich aufzurichten, doch in der Gegenbewegung nach einem Torschuss von Schössler (77.) klingelte es durch Frisch zum zweiten Mal. Ein höherer TSV-Sieg war auch möglich: Timo Rosenfeld (82.) setzte einen zweifelhaften Strafstoß gegen den Pfosten und David Ohle versiebte zwei Großchancen in den Schlussminuten.
TSV-Trainer Stefan Köpke freute sich riesig mit seiner Elf: "Das war absolut verdient. Wir haben das Tempo konstant hoch gehalten. Gettorf bekam nicht mehr als drei Torchancen." GSC-Coach Jens-Uwe Lorenzen zollte seinem Team trotz des erneuten Misserfolges Respekt: "Eine ärgerliche Pleite für uns. Die Mannschaft hat Moral bewiesen, Geschlossenheit gezeigt und ist verdient in Führung gegangen. Spielerisch und kämpferisch war die erste Hälfte toll anzusehen. In der Pause hat sich Angst breit gemacht. Individuelle Fehler und Ballverluste zogen folgerichtig die Gegentore nach sich."
TSV Klausdorf: Schmedemann - Shahhosseini, von Randow, Se. Aydemir, Baatz - Rosenfeld, Heese, Trociewicz, Mirza (75. Schneider) - Frisch (87. Ohle), Bola (46. Sa. Aydemir)
GSC: Weidner - Moryl, J. Zimmer, L. Gravert - Kurtz, Schwauna, Rogge, Lehwald, Qualen (64. Thorhauer) - Schössler, Dahsel (57. Dolenga)
SR: Schmidt (Gadeland) - Zuschauer: 95
Tore: 0:1 Dahsel (11.), 1:1 Sa. Aydemir (56.), 2:1 Frisch (79.).
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