ECKERNFÖRDER ZEITUNG
2:3 - GSC mit Pfosten-Pech gegen Plön
Gettorf. Die Verbandsliga-Fußballer des Gettorfer SC verloren aufgrund einer katastrophalen ersten Hälfte gegen den TSV Plön mit 2:3 (2:3). Ihre Überlegenheit im zweiten Durchgang konnten die Rot-Weißen nicht ummünzen. Dreimal stand dabei das Aluminium einem durchaus verdienten Unentschieden im Weg. Der GSC rutscht somit in ein zunehmend breiteres Feld von Mannschaften, die sich ernsthaft mit dem Klassenerhalt auseinander setzen müssen. Zwischen dem siebten Platz und Rang 14 (erster Regelabsteiger) liegen ganze vier Punkte. Nach dem vierten Auftritt ohne Punktgewinn schrillen die Alarmglocken im Dänischen Wohld allerdings besonders hell.
Die erste Viertelstunde gehörte den Platzherren, während die Gäste noch um Ordnung bemüht waren. Ein erster Warnschuss des gut aufgelegten Julian Arndt (7.) strich noch am Tor vorbei, nach dem Führungstreffer von Christian Schössler (11.) schien aber alles den geplanten Gang zu nehmen. Doch der zu diesem Zeitpunkt noch äußerst zuversichtliche rot-weiße Anhang sollte bald enttäuscht werden. GSC-Keeper Lennart Weidner musste zweimal (17., 18.) zur Ecke klären. Zunächst hatte sich Mats Böckmann durch die versammelte Gettorfer Hintermannschaft gestochert, dann hämmerte Bashkim Peci einen Schuss auf den Gettorfer Kasten, den Weidner glänzend parierte. In der Folgeminute kam Lennart Gravert im Strafraum gegen Peci zu spät und dieser zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte höchstpersönlich. Die Plöner Offensivabteilung wirbelte weiter: In der 25. Minute passte Kapitän Christoph Meinzer auf Alexander Lauschat, der aus spitzestem Winkel zur Gäste-Führung traf. Zwei Minuten später war Jannik Gast alleine durch - Weidner riskierte Kopf und Kragen, um in höchster Not zu retten. Nicht einmal eine Zeigerumdrehung später brannte die Luft erneut: Peci legte für Jan Lukas Meyer auf, dessen Schuss zur Ecke abgefälscht wurde. Wie aus dem Nichts gelang den Gastgebern der Ausgleich. Arndts Schuss aus 23 Metern wurde zur Bogenlampe abgefälscht und senkte sich hinter Jan Rimmele unhaltbar ins Plöner Gehäuse. Die Freude währte nur kurz. Schon zwei Minuten später brachte Meinzer nach Vorarbeit von Lauschat seine Elf erneut in Front. Halbzeitstand: nur 2:3 aus Gettorfer Sicht.
In der zweiten Hälfte konnte der TSV den Druck nur kurz aufrecht erhalten. Die Wohlder verlagerten sich auf ihr probates Spiel mit langen Bällen. Mehr als drei Pfostentreffer kamen aber nicht zustande. Den Anfang machte ein Freistoß Jan Zimmer (48.). Es folgte ein Linksschuss von Schössler (61.) und erneut ließ Kapitän Zimmer mit vollem Risiko drei Minuten vor dem Schlusspfiff das Gebälk erzittern.
Beide Übungsleiter waren sich am Ende einig, dass ein Remis dem Spielverlauf insgesamt gerechter geworden wäre. Plöns Trainer Matthias Falk resümierte: "Das war ein mehr als glücklicher Sieg. Wir waren dominant im ersten Durchgang, haben die Vielzahl unserer gut herausgespielten Chancen aber nicht umgemünzt. Zwei individuelle Fehler wurden mit den Gegentoren bestraft. In der zweiten Hälfte hat meine junge Mannschaft Konzentration und Ordnung verloren."
GSC-Coach Jens-Uwe Lorenzen trauerte den drei Pfostentreffern hinterher: "Uns fehlte zum Schluss das Glück. Unterm Strich haben wir das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Nach gutem Beginn bis zum Führungstreffer haben wir komplett die Ordnung verloren. Unerklärlich sind mir die vielen verlorenen Zweikämpfe in der Innenverteidigung."Gettorfer SC: Weidner - Moryl, J. Zimmer, L. Gravert - Funk (41. Rathje), Lehwald (80. Dahsel), Kurtz, Hluscik, Rogge - Arndt (62. Schwauna), Schössler.
TSV Plön: Rimmele - D. Gast (15. J. Gast), Balk, F. Falk, Kaun - Meinzer, Lauschat, N. Falk - Meyer, Böckmann (85. Basmann) - Peci.
Schiedsrichter: Winkel (TSV Flintbek)
Zuschauer: 80
Tore: 1:0 Schössler (11.), 1:1 Peci (19., FE), 1:2 Lauschat (25.), 2:2 Arndt (33.), 2:3 Meinzer (35.)
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