ECKERNFÖRDER ZEITUNG
Gettorf im Glück
Wik. Zwei Ballkontakte in Tornähe, zwei Treffer - mehr kann man von einem Mittelstürmer in 90 Minuten nicht erwarten. Die Verbandsligafußballer des Gettorfer SC entführten dank der Tore ihres Knipsers Tobias Vossgerau einen Punkt am Auberg in Kiel. Obwohl spielerisch klar unterlegen, boten die Wohlder dem gastgebenden Wiker SV mit dem Glück des Tüchtigen Paroli und retteten ein glückliches 2:2 (1:1)-Unentschieden über die Zeit.
Es begann munter in der Wik: Doch Gettorfs Christian Schössler (3.) und Wiks Sebastian Hummel (5.) zielten noch zu ungenau. Obwohl die Platzherren spielbestimmend waren, mussten sie früh den ersten Gegentreffer durch Vossgerau (7.) entgegen nehmen, der aus 20 Metern mit Links abzog. Der Ausgleich zum Pausenstand fiel nach einer Ecke von Hummel (29.) durch Timo Sliwinski, der unbedrängt im Fünfmeterrraum per Kopf einnetzen konnte .
Im zweiten Durchgang nahm der Druck auf Gettorfs Gehäuse zu: Stefan Schäfer (52.) rettete auf der Linie, nachdem Wenzkus schon geschlagen war. In der 60. Minute konnte kein Gettorfer mehr retten, und Lucht traf zur WSV-Führung. Die Gäste gaben sich nicht geschlagen: Schössler setzte sich auf Links durch (72.), Borchert klatschte ab, Vossgerau erkämpfte sich den Ball und lupfte zum Ausgleich ein. Kurz vor Schluss hätte ein individuelle Fehler der Gettorfer Innenverteidigung Wiks Mittelstürmer Liridon Imeri fast das Siegtor beschert, doch Wenzkus war zur Stelle.
Wiks Trainer Mario Schülke war bedient: "Wir haben heute einer der spielschwächsten Mannschaften der Liga nicht den Zahn ziehen können. Eine Vielzahl an Torchancen haben wir nicht genutzt. Das ist bitter, aber wir müssen damit leben." GSC-Coach Stefan Mackeprang andererseits schmunzelte, erstmals in dieser Saison: "Ein spielstarker Gegner mit gefährlichen Standards. Wir haben gut dagegen gehalten und einen glücklichen Punkt geholt." Spielstatistik siehe links.
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