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Kein Sieger im Verfolgerduell
Kevin Johannsen von DHK Flensburg II erzielt gegen den Ohrstedter Torhüter Malte Jensen eines seiner acht Tore. Foto: Dewanger.
Flensburg. Die HSG SZOWW hat sich vorerst aus der Spitzengruppe der Handball-Landesliga Nord der Männer verabschiedet. Beim Neuling DHK Flensburg II unterlagen die Nordfriesen 31:32. Der Titelkampf bleibt aber spannend. Die SG Oeversee/Ja-We geht nach dem 25:22 bei der SG Husum-Schobüll als Tabellenführer in die Weihnachtspause. Der SG sind aber die HSG Nord-NF und der TSV Mildstedt, die sich im Verfolgerduell 21:21 trennten, weiter dicht auf den Fersen. Am Tabellenende stand die sieglose SG Mittelangeln gegen den MTV Heide vor dem ersten Sieg, musste sich am Ende aber mit 30:31 geschlagen geben.
SG Husum-Schobüll - SG Oeversee/Ja-We 22:25 (11:11). "Unsere Leistungssteigerung reichte nicht aus, um den Herbstmeister vom Thron zu stürzen", gestand Husums Trainer Tim Binge. Die Gastgeber spielten auf Augenhöhe mit der SG. "Aber in den Phasen, in denen wir Oberwasser hatten, haben wir keine Treffer vorlegen können", bemängelte Binge vor allem das Überzahlspiel seiner Mannschaft, die immer wieder am überragenden Oeverseer Keeper Daniel Schäfer scheiterte. Das 1:4 glich Husum schnell aus und lag sogar mit 11:9 vorne. Oeversee kam aber wieder heran. Bis zum 18:18 (49.) verlief das Spiel ausgeglichen. "Bei uns schlichen sich in den letzten zehn Minuten technische Fehler ein. Die nutzte Oeversee", klagte Tim Binge, der sich ärgerte, dass das aus seiner Sicht harte Einsteigen der Gäste in der Abwehr nicht konsequenter geahndet wurde.
SG Husum-Schobüll: Kossow (7/3), D. Schadwill (4/1), Zander (3), T. Schadwill (2), D. Petersen (2), Andresen, Hallmann, Jöns und Wichmann (je 1). - SG Oeversee/Ja-We: Michaelsen (7/2), Kirchberg (6), Kristof (3/1), Mattes (3), Sieck (3), Detlefsen (2), Kothe, Radau (je 1).
HSG Nord-NF - TSV Mildstedt 21:21 (10:13). Im Lager der HSG trauerte man den ausgelassenen Chancen nach. "Wir haben vier Siebenmeter nicht im Mildstedter Tor untergebracht", ärgerte sich HSG-Betreuerin Angelika Janke. Besonders in der ersten Halbzeit leistete sich die HSG Nord-NF einige Fehlwürfe. Aus dem 3:1 wurde schnell ein 4:4 und ein 6:9-Rückstand (20.). Die Führung nahm Mildstedt mit in die Pause. Gleich nach dem Wechsel das 13:13 (40.). Von da an gelang es keinem Team, sich mehr als einen Treffer abzusetzen. Mildstedt legte vor, Nord-NF glich aus. So auch nach dem 21:20: John Madsen setzte in der Schlussminute mit dem 21:21 den Schlusspunkt.
HSG Nord-NF: Thielebein (5), Madsen (4), Schlichting (3), Petersen (3), Tuschke (3), Enewaldsen (2) und Wiehler (1). - TSV Mildstedt: Körner (7), Flick (6), S. Schmitz (3), Clausen-Hansen (2), Kopittke (2) und T. Schmitz (1/1).
HSG Tarp-Wanderup II - TSV Nordstrand 28:27 (14:14). Die Partie begann etwas müde. Der Gast bestimmte zunächst das Geschehen, setzte sich mit 4:2 (8.) ab. "Wir waren anfangs in der Abwehr zu passiv", berichtete HSG-Betreuer Ingo Breuel. So kam Nordstrand zu einfachen Toren. Die HSG blieb aber dran und durfte zur Pause beim 14:14 weiter hoffen. Im zweiten Spielabschnitt blieb es bis zum 22:21 (45.) eine hart umkämpfte Partie. Als dann der überragende Marcel Möller in der 51. Minute nach einem Zwischenspurt das 26:21 erzielt und im Gegenzug Marco Wagner (Nordstrand) "rot" gesehen hatte, schien die Partie gelaufen. Der HSG behagte die Überzahl aber nicht, sie machte Fehler und baute den Gast auf. "Am Ende hatten wir Glück", gestand Breuel.
HSG Tarp-Wanderup II: Möller (12/7), Desler (5), Boelk (4), Goldbeck (2), Jürgensen, Lutter, Thoroe, Peters und Flatterich (je 1). - TSV Nordstrand: M. Dethlefsen (7), Ketelsen (7), Gutbier (4), Ingwersen (3), Asmussen (2), T. Dethlefsen (2/1) und D. Detlefsen (2).
Glücksburg 09 - HSG Weddingstedt 24:20 (11:9). Beide Teams starteten nervös, die ersten 15 Minuten waren von technischen Fehlern geprägt. Erst allmählich stabilisierte sich die Glücksburger Abwehr, so dass der Gastgeber ein 11:9 zur Pause vorlegen konnte. Die Dithmarscher ließen sich aber nicht abschütteln. Beim 16:16 (45.) war Weddingstedt wieder dran. "Wir hatten dann eine starke Schlussphase. Besonders unser Torwart Marvin Kretschmar steigerte sich in den letzten 15 Minuten", lobte TSV-Spieler Frithjof Meislahn seinen Keeper. Ebenso steigerte sich in der Schlussphase Goalgetter Hicks. Seine Treffer sorgten für den 24:20-Endstand, mit dem sich die Glücksburger endgültig im Mittelfeld festgesetzt haben.
Glücksburg 09: Hicks (7), Behncke (5/3), Petersen (5/1), Dahm (2); Liesch (2), Frewert (2) und Petermann (1). - HSG Weddingstedt: Boecke (5/4), Witt (5/1), Hauenstein (2), K. Habermann (2), Meinke (2), Klein und B. Habermann (je 1).
SG Mittelangeln - MTV Heide 30:31 (13:14). So dicht stand das Schlusslicht noch nie vor einem Sieg. "Bei uns fehlt in den entscheidenden Phasen einfach noch die Cleverness", haderte Mittelangelns Trainer Klaus Meckes allerdings auch ein wenig mit dem Glück. Seine Mannschaft musste schon frühzeitig einen schweren Verlust einstecken. Kreisläufer Lennart Zehrt verletzte sich nach zehn Minuten und wurde schmerzlich vermisst. Den Schock der SG nutzte der Gast, um sich von 7:7 auf 10:7 (18.) abzusetzen. Dann fing sich die SG wieder und kämpfte sich zur Pause auf 13:14 heran. Im zweiten Spielabschnitt weiterhin ein offener Schlagabtausch. Bis zum 23:23 (48.) war Mittelangeln dran. Dann löste sich Heide erneut mit zwei Toren. "Wir sind diesen beiden Treffern nachgelaufen", so Meckes. Sein Team verkürzte zwar immer wieder, doch der Ausgleich wollte einfach nicht fallen. Heide rettete das 31:30 über die Zeit.
SG Mittelangeln: Thielsen (10), Detert (9), Gebauer (6), Meinken (3) und Andresen (2). - MTV Heide: M. Piaschek (8), M. Wegers (5), Warnke (5), Redl (4), Stein (4), Diekmann-Keden (3) und U. Piaschek (2).
DHK Flensburg II - HSG SZOWW 32:31 (17:20). Ohrstedt begann furios. Das schnelle 5:1 verunsicherte den Gastgeber. Der vergab zunächst selbst freistehend. Die HSG nutzte die Gunst der Stunde und baute die Führung auf 16:10 aus. Erst allmählich stabilisierte sich das DHK-Spiel. Bis auf 16:17 kämpfte sich DHK heran, musste aber die Gäste wieder auf 20:17 ziehen lassen. DHK kam wie umgewandelt aus der Kabine. Beim 21:21 schon der Ausgleich. Von da an wechselte die Führung ständig. In den letzten 15 Minuten war es meist der Gastgeber, der einen Treffer vorlegte und glücklich gewann.
DHK Flensburg II: Bahlo (8), Johannsen (8/6), Handler (7), Möller (5/1), Pinkernell (2), Rahlf und von Garrel (je 1). - HSG SZOWW: Klenz (8/2), Schlemeier (7), Flatterich (7/2), Speth (3), Füllbier (3), Plöhn (2) und Carstensen (1).




