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Mit Babbel gegen die Hoffenheimer Krise

11. Februar 2012 | Von dpa

Zuzenhausen. Markus Babbel soll 1899 Hoffenheim aus der Krise führen, hat für seine erste Bewährungsprobe aber kaum mehr als 24 Stunden Zeit. Der 39 Jahre alte Ex-Trainer von Hertha BSC wurde gestern als Nachfolger von Holger Stanislawski beim nordbadischen Fußball-Bundesligisten vorgestellt. "Für uns geht es neu los, wir wollen die Mannschaft wieder auf Kurs bringen und kurzfristig beeinflussen, damit sie morgen eine gute Leistung zeigt", sagte Babbel vor der Partie des Tabellenachten heute (15.30 Uhr) bei Werder Bremen.

Babbel erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014, den er in der Hektik gestern gar nicht mehr vor der Pressekonferenz und dem "Abschlusstraining" vor dem Werder-Spiel unterschreiben konnte. In Jeans, schwarzem Pulli und braunen Stiefeln und zusammen mit seinem bisherigen und künftigen Co-Trainer Rainer Widmayer erschien Babbel im Trainingszentrum in Zuzenhausen.

"Er wird in erster Linie psychologisch tätig sein müssen", sagte Manager Ernst Tanner. Die Mannschaft sei nach den Misserfolgen der vergangenen Wochen verunsichert, in den letzten zehn Spielen gab es nur einen Sieg. Tanner räumte ein, es habe auch Verbindungen zu anderen Trainern gegeben, persönlichen Kontakt aber nur zu Babbel.

Er hatte Stanislawski noch am Sonntagabend in einer TV-Sendung den Rücken gestärkt. Am Montag und damit zwei Tage vor dem für Stanislawski verhängnisvollen Pokal-Aus gegen den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth, so bestätigte es Babbel, hatte Hoffenheim aber bereits Kontakt zu ihm aufgenommen.

In den Fanforen hat Stanislawskis Entlassung für viel Unmut gesorgt. Dass Mäzen Dietmar Hopp diese massiv vorangetrieben hatte, ist auch Babbel nicht verborgen geblieben. "Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn wir einen regelmäßigen Austausch hinkriegen", sagte der neue Coach über seinen künftigen Umgang mit dem mächtigen Milliardär. Hopp wiederum teilte in einer Erklärung mit: "Ich hoffe, dass der neue Trainer das Ruder wieder herumreißen kann und die Köpfe der Spieler frei kriegt, damit die TSG wieder in ein ruhigeres Fahrwasser kommt."


 


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