LOKALER SPORT
Klopp regt sich über "brandgefährliche Bedingungen" auf
Kiel. Mit einer Schimpfkanonade auf "Football on Ice" hat Jürgen Klopp (Foto) die Fernsehsender aufgescheucht und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) unter Druck gesetzt. "Unter normalen Umständen war dieser Platz nicht zu bespielen. Aber der Schiedsrichter hatte keine Handhabe für eine Absage, weil es ein Livespiel im TV war", echauffierte sich der Trainer des Deutschen Meisters Borussia Dortmund nach dem 4:0 seiner Elf im DFB-Pokal-Viertelfinale beim Regionalligisten Holstein Kiel über die schwierigen Platzverhältnisse.
Klopp sprach von "brandgefährlichen Bedingungen" und einer zu großen Verletzungsgefahr - weshalb nun der DFB in der Pflicht stehe. "Im Winter gehört eine Rasenheizung dazu, das muss Pflicht sein. Und wenn es keine Rasenheizung gibt, muss woanders gespielt werden", forderte er. "Man spielt auch nicht Eishockey auf Rasen."
Während sich der DFB nach Klopps Tiraden "mit der Frage, ob eine Anpassung der Durchführungsbestimmungen sinnvoll wäre", beschäftigen will, wies die ARD den Vorwurf zurück, auf die Austragung des Spiels gepocht zu haben. "Wir entscheiden nicht, ob irgendwelche Sportveranstaltungen stattfinden" , erklärte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. 5,79 Millionen Fußballfans verfolgten das Match in der ARD.
Der Kieler Viertligist hatte im Vorfeld alles Erdenkliche getan, um die Partie im Holstein-Stadion absolvieren zu können. Da die Arena über keine Rasenheizung verfügt, wurde ein Klimazelt über die Spielfläche gespannt. Doch die Riesenplane konnte nicht verhindern, dass sich der Rasen in einem schwer bespielbaren Zustand befand. Das Spielfeld war gefroren, an vielen Stellen aber dennoch rutschig.





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