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THW Kiel

07. Dezember 2016 | 17:26 Uhr

Handball-Bundesliga : Schwacher THW Kiel bezwingt TSV Hannover-Burgdorf in dramatischer Partie

vom

Mit dem Sieg über den TSV Hannover-Burgdorf übernimmt der THW die Tabellenführung.

Zu Hause ist es halt doch am schönsten: Nach wettbewerbsübergreifend fünf Auswärtspartien in Serie, rund 8500 Reisekilometern und insgesamt 22 Tagen Wartezeit hat der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel die Rückkehr in die heimische Sparkassen-Arena erfolgreich gestaltet. Der Auftritt am gestrigen Abend geriet jedoch ungeplant zu einem wahren Krimi – mit Kieler Happyend. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason sicherte sich im Bundesliga-Spiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf einen bis zur letzten Sekunde hart umkämpften 27:26 (13:11)-Arbeitssieg und kletterte auf den ersten Tabellenplatz. Allerdings haben die „Zebras“ (16:2 Punkte) bereits zwei Partien mehr absolviert als der noch mit weißer Weste dastehende Nordrivale SG Flensburg-Handewitt (14:0).

„Wir haben im Angriff viel zu langsam gespielt, zu viel verworfen, und unser Überzahlspiel war auch schlecht“, kritisierte THW-Kapitän Rene Toft-Hansen. Der Däne befand aber auch durchaus zu Recht: „Am Ende zählt nur der Sieg.“

Vor 10.285 Zuschauern in der ausverkauften Arena hatten es sich die klar favorisierten Kieler selbst zuzuschreiben, dass die Gäste aus Niedersachsen bis zur  Schlusssirene auf die Überraschung hoffen durften. Zu viele Unkonzentriertheiten in der Offensive, viel zu viele Fehlwürfe – der THW verpasste es schon im ersten Durchgang, sich entscheidend abzusetzen. Eine Vier-Tore-Führung (11:7/21.) war das höchste der Gefühle, bis zur Halbzeit hatten die Recken jedoch wieder auf 11:13 verkürzt. Nur gut aus Sicht der Schleswig-Holsteiner, dass der deutsche Nationaltorwart Andreas Wolff sich stark präsentierte und in den ersten 30 Minuten acht Würfe abwehrte.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Hannover, das in der Bundesliga-Historie noch nie in Kiel gewinnen konnte, kämpfte verbissen weiter. Und spätestens, als Europameister Kai Häfner zum 15:16 (39.) verkürzte, durften sich die Recken berechtigte Hoffnungen auf einen Auswärtscoup machen. Die Fehlerquote der „Zebras“ im Angriff blieb weiter viel zu hoch, Hannover glich zum 18:18 aus (42.) – und läutete damit eine hochdramatische Schlussphase ein. Dem THW schien die Partie vor den zeitweise geschockten Kieler Fans tatsächlich zu entgleiten, doch dann kam der große Auftritt von  Domagoj Duvnjak: 21 Sekunden vor dem Ende  traf der zuvor schwache Kroate zum  27:26-Endstand – der Rest war Jubel und Erleichterung.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

 
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erstellt am 19.Okt.2016 | 18:49 Uhr

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