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Handball

09. Dezember 2016 | 12:48 Uhr

An alter Wirkungsstätte : Starker Rückhalt: Keeper Wolff in Wetzlar gefeiert

vom

EM-Held Andreas Wolff glänzt beim erfolgreichen Start der deutschen Handballer in die EM-Qualifikation. Dafür gibt es Lob von Bundestrainer Sigurdsson und den Mitspielern. Bereits am Samstag ist der Torwart wieder gefordert - dann geht es gegen die Schweiz.

Die gefeierten Handball-Europameister waren längst in der Kabine verschwunden, da stand Andreas Wolff umringt von zahlreichen Fans immer noch auf dem Parkett.

Nach dem souveränen 35:24-Auftaktsieg in der EM-Qualifikation gegen Portugal war der EM-Held bei den Autogrammjägern besonders gefragt. Mit einer Klasseleistung hatte Wolff die Anhänger begeistert und seine emotionale Rückkehr an die alte Wirkungsstätte gekrönt. «Er hat stark gehalten und viele Bälle herausgekratzt, die schon drin schienen. Das hat Sicherheit gegeben und das Spiel von Beginn an für uns laufen lassen», lobte Rückraumspieler Paul Drux den Keeper vom THW Kiel.

Wolff selbst war mit dem Abstecher in seine alte Heimat - von 2013 bis 2016 spielte er für die HSG Wetzlar - zufrieden. «Es war schön, wieder mit den Jungs spielen zu können, und wunderbar, dass wir unserer Favoritenrolle so gerecht werden konnten», schwärmte er vom ersten Auftritt der Bad Boys nach Olympia-Bronze in Rio. «Wir haben das Spiel dominiert und können stolz auf diese Leistung sein, wenngleich es keinen Grund gibt, in Euphorie auszubrechen.»

Auf dem Weg zur EM-Endrunde 2018 ist der Titelverteidiger schon am Samstag in der Schweiz erneut gefordert. Wolff erwartet dann deutlich mehr Widerstand. «Das ist eine Mannschaft, die es uns wesentlich schwerer machen wird als die Portugiesen», mahnte der 25-Jährige.

Bundestrainer Dagur Sigurdsson hofft daher auch beim Gastspiel in Zürich auf eine starke Vorstellung seines Torwart-Tandems Wolff und Silvio Heinevetter. «Man muss kein Professor zu sein, um zu wissen, dass die Torhüter absolut wichtig sind, wenn man etwas erreichen will. Wir haben sehr gute Torhüter. Sie sind momentan gut in Form und im Spielrhythmus», sagte Sigurdsson. Für die Mannschaft sei dies «sehr, sehr gut.»

Auch sonst nahm er viele positive Dinge aus der Partie mit. «Ich bin zufrieden mit der Einstellung, das müssen wir jetzt durchziehen», erklärte der Bundestrainer. Vor allem der Auftritt von Aufbauspieler Simon Ernst fand seinen Gefallen. «Er hat das sehr gut gemacht, ausgezeichnet. Das war ein starkes Signal von ihm», lobte Sigurdsson den fünffachen Torschützen vom VfL Gummersbach. Der 22-Jährige ließ das Fehlen von Routinier Martin Strobel, der auf eigenen Wunsch vorerst nicht mehr für die DHB-Auswahl spielt, vergessen.

Beim Frühstück gab es für Sigurdsson, der die Spekulationen über seinen Abschied im Sommer nächsten Jahres in den kommenden zwei Wochen beenden will, dann aber doch noch eine Hiobsbotschaft. Rückraum-Ass Fabian Wiede, der bereits für den Doppelpack in der EM-Qualifikation absagen musste, wird Anfang Dezember an der Schulter operiert und fällt für die WM im Januar 2017 aus. Eine MRT-Untersuchung ergab eine Verletzung des Labrums, einer Knorpellippe im Schultergelenk. «Das ist natürlich schade, ein blöder Ausklang für das Jahr», kommentierte Wiede seinen Ausfall.

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erstellt am 03.Nov.2016 | 11:56 Uhr

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