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SG Flensburg-Handewitt

10. Dezember 2016 | 09:52 Uhr

Handball-Champions-League : SG Flensburg-Handewitt gewinnt gegen Wisla Plock: Der Liveticker zum Nachlesen

vom

Die SG besiegt Wisla Plock trotz kapitalem Fehlstarts mit 22:20. Torhüter Matthias Andersson ist überragend.

Flensburg | Nicht schön, aber zumindest erfolgreich. Die SG Flensburg-Handewitt hat in der Handball-Champions-League mit Ach und Krach ihren ersten Heimsieg in der Gruppe A gefeiert und damit Kurs auf das Achtelfinale gehalten. Allerdings war der 22:20-(9:10)-Erfolg gegen Wisla Plock alles andere als glanzvoll. Wenig Licht und ganz viel Schatten charakterisierte das Spiel des deutschen Vizemeisters, der mit 5:5 Punkten nun vorerst Tabellenvierter ist. „Es lief heute nicht rund“, gestand Torhüter Mattias Andersson, der als einziger Flensburger Normalform erreichte und Vater dieses schwer erkämpften Sieges war.

In der Anfangsphase ging aus Flensburger Sicht praktisch alles schief, was schiefgehen konnte. Ob der Ausfall der Hallenuhr ein schlechtes Omen war? Jedenfalls hat man selten eine solch schwache und kopflose SG-Vorstellung in der Campushalle erlebt wie in der ersten Viertelstunde. Keine Körpersprache, schwache Torabschlüsse, viele falsche Entscheidungen – der kapitale Fehlstart nahm bis zum 1:7 (10.) seinen Lauf. Und das, obwohl die Gastgeber bis auf den erkrankten Tobias Karlsson mit ihrer vermeintlich stärksten Formation begannen. Symptomatisch für die Verunsicherung war eine Szene, als Jim Gottfridsson während einer zweiten Welle nicht bemerkte, dass das Tor der Polen verwaist war. Statt den Ball ins leere Gehäuse zu werfen, leistete sich der Schwede ein Stürmerfoul. Haarsträubende technische Fehler und Fehlwürfe und nur drei Flensburger Tore in den ersten 17 Minuten (!) sorgten für Entsetzen auf den Rängen, was nicht folgenlos blieb. „Hey, wo ist die Halle?“, schrie SG-Trainer Ljubomir Vranjes in die verstummte Arena. Ein Weckruf?

Mitte erster Halbzeit wurde es etwas besser – vor allem dank Torhüter Andersson, der zusammen mit seinem Gegenüber, Plock-Keeper Rodrigo Corrales, das Geschehen prägte. Es war zwar immer noch nicht das Gelbe vom Ei, was die Gastgeber ablieferten, doch zumindest stimmten nun die Einstellung und Einsatz. Dennoch war der 9:10-Pausenstand geschmeichelt für die Gastgeber. Beim Gang in die Pausenkabine meinte der zuvor indispunierte Holger Glandorf: „In der zweiten Hälfte wird es besser.“

Das stimmte nur bedingt. Zwar stand die Deckung gut, und auch auf Andersson war Verlass. Doch im Flensburger Angriffsspiel blieb vieles Stückwerk. Immerhin stimmte die kämpferische Einstellung – und am Ende auch das Ergebnis. Über 14:14 (43.) und 18:16 (52.) quälte sich die SG zu diesen zwei Pflichtpunkten. „Bis auf Mattias Andersson werden heute alle Spieler Hausaufgaben mit nach Hause bekommen“, meinte ein sehr unzufriedener Ljubomir Vranjes.

 
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erstellt am 05.10.2016 | 00:00 Uhr

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