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Handball

05. Dezember 2016 | 17:42 Uhr

Handball-Trainer : Offener Brief: Ljubomir Vranjes fordert mehr Unterstützung von den SG-Fans

vom

Dem Trainer ist es bei Heimspielen zu ruhig. Er fürchtet negative Auswirkungen auf die künftige Leistung seiner Spieler.

Flensburg | Ljubomir Vranjes, Trainer des Handball-Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt, ist unzufrieden mit den eigenen Fans - sie sind dem Handball-Coach bei Heimspielen zu leise. In einem offenen Brief vom Dienstagmittag auf der Vereins-Homepage und bei Facebook fordert er mehr Unterstützung von der Anhängerschaft.

„Ich bin seit 2006 in diesem Verein und ich kann natürlich nur für mich selbst sprechen, aber es gibt wirklich viel viel Verbesserungspotenzial. Wenn ich unsere Spiele vom letzten Jahr analysiere und die Spiele von diesem Jahr, dann kann man die Stimmung nicht vergleichen“, schreibt Coach Vranjes in dem Brief.

Die SG-Flensburg steht nach acht Spieltagen an der Spitze der Handball-Bundesliga und ist noch ungeschlagen. Doch Vranjes fürchtet, dass sich das Ruhmesblatt auch schnell wenden könnte: „Vielleicht ist das selbstverständlich für viele Fans, dass wir unsere Spiele zu Hause gewinnen und dass wir keine Stimmung in der Halle brauchen, aber die Wahrheit ist eine ganz andere! Alle Mannschaften haben Potenzial jeden Gegner zu schlagen und deswegen ist es so wichtig, dass wir zu Hause nicht nur 7 auf dem Feld sind, sondern das wir jedes Mal den 8. Mann hinter uns spüren.“

Den Brief an die Fans verfasste der Trainer ganz persönlich, jeder der darüber sauer sei, sollte nur auf ihn sauer sein, nicht auf Spieler oder Verantwortliche im Verein: „Ich weiß, dass ich meine Jungs hinter mir habe, wenn ich euch das so deutlich sage, aber was ich euch jetzt schreibe, geht nur auf meine Kappe und kein Spieler oder Verantwortlicher im Verein hat etwas mit diesem Brief zu tun. Wenn ihr sauer seid, ist es mir wichtig, dass ihr auf mich persönlich sauer seid.“

Vranjes wünscht sich künftig eine Unterstützung wie im vergangenen Champions-League-Spiel gegen Wisla Plock, das mit 22:20 gewonnen wurde. Die Fans in der Flens-Arena hätten „die Mannschaft wieder fast das ganze Spiel nach vorne gepuscht, alle die da waren, haben das gesehen und gespürt wie unsere Zuschauer der Mannschaft nach vorne helfen kann“, schreibt der Trainer.

Nach dem Spiel am vergangenen Mittwoch hatte sich der SG-Coach noch über mangelnde Unterstützung beschwert und gesagt: „Dann können sie zu Hause vor dem Fernseher sitzen.“

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erstellt am 25.Okt.2016 | 14:16 Uhr

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