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Handball

24. März 2017 | 15:03 Uhr

Neuer Trainer bei der SG Flensburg-Handewitt : Maik Machulla beerbt Vranjes – „Er passt perfekt ins Profil“

vom

Der Handball-Bundesliga-Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt stattet den neuen Trainer mit einem Dreijahresvertrag aus.

Flensburg | Die Trainersuche beim Handball-Bundesligisten  SG  Flensburg-Handewitt  ist beendet. Maik Machulla übernimmt am 1. Juli  das Amt  von Ljubomir Vranjes, der nach Ungarn zu Telekom Veszprem wechselt. Genau genommen war es keine Suche, sondern das Abwägen einer Lösung, die sich geradezu aufdrängte. „Maik bringt alles mit, was ein SG-Trainer braucht. Er kennt Verein und Mannschaft, er hat die höchste  Qualifikation, er ist bestens vernetzt, hat Erfahrung als Co-Trainer und Spielertrainer, er passt  perfekt in unser Profil“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Im Beirat des Vereins habe relativ schnell Einigkeit geherrscht, sich für den 40 Jahre alten Co-Trainer zu entscheiden, so Schmäschke. Natürlich seien auch andere Möglichkeiten geprüft worden, „aber man kommt immer wieder auf Maik Machulla.“ Die Laufzeit von drei Jahren für den Vertrag des neuen Cheftrainers sei ein Ausdruck des Vertrauens.

„Maik Machulla  hat selbst unter vielen großen Trainern  gespielt und kennt den deutschen und internationalen Handball sehr gut. In seiner bisherigen Zeit bei der SG hat er einen hervorragenden Job unter Ljubomir Vranjes gemacht“, sagte Beiratschef Boy Meesenburg.

„Ich gehe diese Aufgabe mit einer großen Portion Mut und Freude an, aber auch mit viel  Respekt“, sagte Machulla. „Ich weiß, worauf ich mich einlasse. An der Seite von Ljubo  habe ich erlebt, welcher Druck und Gegenwind herrscht. Es ist noch mal eine andere Situation, wenn man selbst in der Verantwortung steht.“

Lange überlegen musste Machulla nicht, als das Angebot kam. „Ich hatte früh signalisiert, dass ich bei der SG bleiben will und meine Priorität der Cheftrainer-Posten ist. In den letzten Monaten ist der Gedanke gereift, dass es sich richtig anfühlt, diesen Schritt zu tun. Ich habe mit großer Überzeugung zugesagt“, so der 40-Jährige, der mit Ehefrau Dorit und seinen zwei Kindern in Handewitt heimisch geworden ist. 2012 war Machulla zunächst als Spieler zur SG gekommen war, bald aber in die Rolle des Co-Trainers hineingewachsen.

Im Mai 2014 hatte es noch anders ausgesehen. Da wäre Machulla mit Vranjes nach Paris gegangen, wenn dieser das Angebot des französischen Krösus-Clubs angenommen hätte. „Jetzt ist es besser, dass sich unsere Wege trennen. Wäre ich mit nach Veszprem gegangen, wäre ich wohl ewig Ljubos Co-Trainer geblieben“, sagte Machulla. 

Das wollte er trotz der großen Harmonie und Einigkeit in der Handball-Philosophie dann doch nicht. Vielmehr habe ihn auch Vranjes bestärkt,  die Chefrolle bei der SG anzustreben, so Machulla. „Er  glaubt an mich, weiß, was ich kann und hatte es schon lange im Hinterkopf, dass ich sein Nachfolger werden könnte“, so der gebürtige Greifswalder, der im vergangenen Jahr die Ausbildung zum EHF Master Coach absolviert hat.

Machulla hat einen klaren Plan für die Zeit nach dem 30. Juni. „Es wäre fatal, sofort viele Sachen zu ändern. 15 von 17 Jahren als Profi  habe ich unter skandinavischen Trainern gespielt. Das prägt natürlich. Aber wir können auch nicht das Gleiche immer weiter machen, unser Spielsystem muss sich weiter entwickeln“, sagte der designierte Chef. Er will  neue Reize setzen, das Athletiktraining verändern, andere Übungen einführen. Und nicht zuletzt wird auch die Einbindung der Neuzugänge Simon Jeppsson, Magnus Röd und  Marius Steinhauser die Handschrift des Chefcoaches erkennbar machen.

Machulla betonte, dass zunächst aber alles dem erfolgreichen Abschluss der Vranjes-Ära untergeordnet wird. Er werde noch die kommende Saisonvorbereitung planen, Trainingsauftakt und  Trainigslager festlegen, sich dann aber auf  diese Saison konzentrieren. „Ich will ja nicht, dass mir Energie und Fokus für unsere aktuellen Ziele verloren gehen.“

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erstellt am 09.Mär.2017 | 18:33 Uhr

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