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Handball

10. Dezember 2016 | 15:47 Uhr

Vor EM : Handballerinnen: Hoffen auf Abwehr und Bieglers Begeisterung

vom

Mit neuer Begeisterung und einer starken Defensive gehen die deutschen Handballerinnen in ihr erstes großes Turnier unter Neu-Bundestrainer Michael Biegler. Und der versucht, vor der EM in Schweden den Druck von der Mannschaft zu nehmen.

Die Abwehr steht, die Atmosphäre stimmt und der Bundestrainer nimmt eine Woche vor der Handball-Europameisterschaft den Druck von seinen Spielerinnen.

«Wir haben ein Projekt, das ist die Heim-Weltmeisterschaft 2017. Wir werden uns nicht von diesem Weg abbringen lassen. Egal, was kommt», sagte Nationaltrainer Michael Biegler. Am Samstag startete für ihn und seine Mannschaft die heiße Phase der EM-Vorbereitung mit einem 24:24 (10:12) in Hamm gegen den EM-Gastgeber Schweden, am Sonntagnachmittag - genau eine Woche vor dem ersten EM Spiel - steht der finale Test gegen denselben Gegner in Trier auf dem Programm.

Biegler und sein Assistent, DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld, arbeiten sich Ecke für Ecke in ihrem Puzzle voran. «Grundlage für alles ist eine stabile Defensive. Und wegen der Abwehr bekomme ich weder im Hinblick auf die EM noch das Ziel WM 2017 Bauchschmerzen», sagte Biegler (55), der seit April im Amt ist. Eine Defensivbereich lobte er besonders: Unser Rückzugverhalten war deutlich besser, so konnten wir Schweden unter Druck setzen.»

Im Angriff ist hingegen erwartungsgemäß Luft nach oben. «Wir haben gesehen, woran wir noch arbeiten müssen: Die Chancenverwertung und das Feintuning in der Offensive. Man hat gesehen, dass unser bisheriger Schwerpunkt die Abwehrarbeit war», sagte Rechtsaußen Svenja Huber. Die Spielerin von Borussia Dortmund war am Samstag mit acht Treffern (darunter sechs Siebenmeter) die erfolgreichste deutsche Werferin.

Angesichts der Tatsache, dass in Nadja Nadgornaja (schwanger) sowie Xenia Smits und Shenia Minevskaja (beide verletzt) drei wichtige Rückraumspielerinnen fehlten und auch bei der EM nicht dabei sein werden, schlug sich die deutsche Mannschaft gegen den EM-Dritten wacker. «Wir haben schon viele gute Ansätze gezeigt, aber sehen auch genau, was bis zur EURO noch angegangen werden muss», meinte die routinierte Isabell Klein vom französischen Club Nantes.

Bei der Europameisterschaft trifft die DHB-Auswahl in Kristianstad auf den WM-Zweiten Niederlande (4. Dezember, 18.30 Uhr), den Olympia-Zweiten Frankreich (6. Dezember, 20.45 Uhr) und den WM-Vierten Polen (8. Dezember, 18.30 Uhr). Die drei besten Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde. «Unser Ziel ist das Weiterkommen, allein um im Hinblick auf die WM 2017 drei weitere Partien auf Topniveau zu haben», sagte Biegler, der für den Falle des Scheiterns schon einmal vorbaut: «Angesichts der kurzen Vorbereitung nehme ich alle Schuld auf mich, sollten wir nicht weiterkommen. Aber ich bin sicher, dass es nicht so weit kommt.»

Am Freitag reist das deutsche Team nach Schweden, bis dahin wird in Leverkusen weiter trainiert. «Biegler hat in der Mannschaft eine Begeisterung entfacht, die es so vorher nicht gab», meinte Sportdirektor Sommerfeld.

Deutscher Handballbund

Handball-Europameisterschaft Schweden

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erstellt am 27.Nov.2016 | 09:33 Uhr

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