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Handball

04. Dezember 2016 | 00:52 Uhr

Handball-Bundesliga : Donnerstag und Sonntag: Feste Spieltage ab Saison 2017/2018

vom

Sky und ARD sorgen für Planbarkeit in der Liga. Ein neuer Fernsehvertrag greift mit Beginn der neuen Saison.

Hamburg | Die Handball-Bundesliga ist künftig nicht mehr zerrissen, sondern hat zwei feste Spieltage in der Woche. Mit dem neuen Fernsehvertrag zwischen der Handball-Bundesliga-Vereinigung HBL und dem Pay-TV-Sender Sky sowie der ARD zieht Planbarkeit in der zweitwichtigsten deutschen Ballsportart ein. Pro Spieltag werden mit Beginn der Saison 2017/18 vier Partien am Donnerstag um 19 Uhr stattfinden. Die fünf anderen folgen am Sonntag, davon vier um 12.30 Uhr und eine um 15 Uhr. Einen Ausweichtermin gibt es am Samstag um 20.30 Uhr. Das teilten Vertreter beider Sender und der HBL am Freitag in Hamburg mit. Bislang wurde quer durch die Woche gespielt.

Sky plant, alle neun Partien pro Spieltag zu übertragen. Das Minimum liegt bei fünf Spielen. Die ARD zeigt zwölf Spiele pro Saison. Zwei Bundesliga-Toppartien, ein Halbfinale sowie das Endspiel der Pokalendrunde Final Four sind im Ersten zu sehen. Acht weitere Spiele werden in den dritten Programmen gezeigt. In der ARD-Sportschau am Sonntag soll regelmäßig über die Bundesliga berichtet werden. Zudem strahlt der vom 1. Dezember an frei empfangbare Kanal Sky News HD vier Partien aus. Der Vertrag „in dieser Konstellation“ soll mindestens vier Jahre laufen.

„Das ist ein absoluter Quantensprung“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Der Handball erreiche damit eine wesentlich höhere Reichweite. Bislang wurde die Handball-Bundesliga in 52 Spielen pro Saison im Spartensender Sport1 gezeigt bei durchschnittlich 250.000 Zuschauern. Sky mit derzeit fünf Millionen Abonnenten will die Sonntagsspiele in einer Konferenz analog zum Fußball präsentieren. „Wir werden aber nicht von einem Tor zum nächsten gehen“, sagte Sky-Sportchef Burkhard Weber.

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky betonte, dass Sky und ARD durchaus unterschiedliche Interessen hätten. Beide hätten sich zum Wohle des Handball zusammengefunden. „Wir wissen um die Bedeutung des Fußballs. Wir wissen aber auch, dass Sport in Deutschland nicht nur aus Fußball bestehen kann“, sagte Balkausky. „Sonntag um 12.30 Uhr ist schon ein Paradigmenwechsel. Aber ich glaube, der Handball hat eine riesige Chance, sich zu profilieren“, meinte Bohmann weiter. „Die Planbarkeit wird den Clubs, Spielern und Trainern helfen.“

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erstellt am 25.Nov.2016 | 17:01 Uhr

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