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Fussball

08. Dezember 2016 | 19:15 Uhr

Em-Viertelfinale in Frankreich : Wales gegen Belgien: Das ist die Ausgangslage

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wer wird der Halbfinalgegner Portugals? Belgien erwartet ein Heimspiel, Wales setzt auf positive Erinnerungen.

Seinen bislang letzten Treffer gegen Belgien wird Gareth Bale nie vergessen. „Dieses Tor hat uns erstmals den Glauben geschenkt, dass wir auch Topteams schlagen können. Es war mein wichtigstes Tor für Wales“, sagte der Superstar vor dem EM-Viertelfinale gegen die Roten Teufel heute (21 Uhr/ZDF).

Vor gut einem Jahr siegte „Bales“ dank Bales Treffer in Cardiff sensationell mit 1:0 gegen Belgien – es war der Knackpunkt in der EM-Qualifikation. „Wir können das wieder schaffen“, sagt Bale mit Blick auf das „größte Spiel im walisischen Fußball“.

Doch die Aufgabe wird noch schwieriger: Die wackeren Waliser erwartet in Lille, nur 20 Kilometer von der belgischen Grenze entfernt, ein Auswärtsspiel. „Es werden richtig viele unserer Fans kommen, weil es so nah an der Heimat ist. Das wird wie ein Heimspiel für uns“, sagte Kevin De Bruyne. Der frühere Wolfsburger Bundesligaprofi geht mit dem Weltranglistenzweiten als klarer Favorit in das Duell mit dem EM-Neuling – und macht daraus keinen Hehl: „Wir wollen bei diesem Turnier noch sehr weit kommen.“

Die Belgier sind gegen Wales Favorit - Pressekonferenz mit Trainer Marc Wilmots.  
Die Belgier sind gegen Wales Favorit - Pressekonferenz mit Trainer Marc Wilmots.   Foto: Uefa
 

Um das zu schaffen, muss die Mannschaft von Trainer Marc Wilmots vor allem den Bale in den Griff bekommen. Einen Sonderbewacher wird der 26-Jährige aber trotz seiner bislang drei EM-Tore nicht bekommen. „Er hat ja alle Freiheiten und ist überall auf dem Platz zu finden“, sagte Wilmots: „Ich werde nicht einen Spieler auf ihn ansetzen. Wir werden es im Kollektiv lösen.“

Auch die Waliser wollen als Mannschaft glänzen, obwohl Wilmots den Fokus in der Verteidigung klar auf Bale und dessen Offensivpartner Aaron Ramsey legt. „Aber wir wissen, dass wir mehr als zwei Spieler haben. Wir sind nicht ohne Grund unter den letzten Acht“, entgegnete Bale, der „viele fantastische Spieler“ in seinem Team sieht. Doch die Hauptlast wird wieder auf seinen Schultern liegen, einzig im Achtelfinale gegen Nordirland (1:0) traf er bei der EURO bislang nicht. Doch das Erfolgsgeheimnis sei die hervorragende Teamchemie. „Es ist, wie mit Freunden im Urlaub zu sein. Wir machen Rätsel, wir spielen Tischtennis, wir machen alles zusammen“, sagte Bale: „Natürlich ist es auch anstrengend, aber wir genießen das.“

Belgien geht nach dem ungefährdeten 4:0 im Achtelfinale gegen Ungarn derweil mit viel Selbstvertrauen in das Spiel gegen den letzten verbliebenen Vertreter aus Großbritannien. „Wir müssen jetzt die gleiche Performance zeigen“, sagte Wilmots, der wohl auch mit seinem zuletzt angeschlagenen Mittelfeld-Star Eden Hazard planen kann. Hazard ist gestern ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Der walisische Trainer Chris Coleman verspricht den Belgiern „ein Höllenspiel“.
Der walisische Trainer Chris Coleman verspricht den Belgiern „ein Höllenspiel“. Foto: Georgi Licovski
 

Wilmots Kollege Chris Coleman meinte: „Wir sind die Underdogs und von ihnen wird der Sieg erwartet. Aber es gibt nichts, vor dem wir eingeschüchtert sein müssten, es gibt keine Angst.“ Und was sagt Bale? „Jetzt ist unsere Zeit, um zu glänzen. Wir wollen ins Halbfinale“ Ein weiteres Tor von ihm dürfte viel helfen. Und auch das würde er wohl nie vergessen.

 

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erstellt am 01.Jul.2016 | 10:45 Uhr

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