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2. Fußball-Bundesliga : VfB Stuttgart trennt sich von Kevin Großkreutz

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Für den Fußball-Weltmeister hat sein nächtlicher Ausflug drastische Konsequenzen. Der Verein bestätigt Trennung von Großkreutz.

Stuttgart | Zweitliga-Tabellenführer VfB Stuttgart hat das Ende der Zusammenarbeit mit Fußball-Weltmeister Kevin Großkreutz nach dessen nächtlichem Ausflug bestätigt. Die Vorgänge konnten „aus Sicht des VfB Stuttgart nicht folgenlos bleiben“, sagte Sportvorstand Jan Schindelmeiser am Freitag. „Gerade die Spieler der ersten Mannschaft haben eine besondere Vorbildfunktion für den Verein im Allgemeinen und unsere Jugendspieler im Besonderen.“ Großkreutz wisse, dass er „großen Mist gebaut hat“.

Zuvor hatten bereits mehrere Medien über die Trennung berichtet. Der frühere Nationalspieler war in der Nacht auf Dienstag mit Jugendlichen unterwegs gewesen und aus einer anderen Gruppe heraus angegriffen worden und in eine Schlägerei verwickelt worden. In der Folge musste er mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus. Die Konsequenzen daraus wurden nach Informationen der „Bild“-Zeitung am Donnerstag nach einem zweistündigen Gespräch mit Großkreutz vereinbart. Für 13.30 Uhr hat der Tabellenführer die Pressekonferenz vor dem Spitzenspiel bei Eintracht Braunschweig am Montag angesetzt.

Der Abwehrspieler war mitten in der Nacht in einem beliebten Ausgehviertel der Landeshauptstadt unterwegs gewesen. Dass der VfB dies nicht folgenlos durchgehen lässt, hatte sich am Donnerstag abgezeichnet. „Wir gehen mit diesem Thema verantwortungsbewusst und gewissenhaft um. Wir sind gerade in der Phase, das zu prüfen und werden zeitnah zu einer Entscheidung kommen“, hatte Sportvorstand Jan Schindelmeiser gesagt.

Präsident Wolfgang Dietrich hatte erklärt, der Vorfall sei nichts, „bei dem wir morgen zur Tagesordnung übergehen können“. VfB-Trainer Hannes Wolf hatte den Profi auch in Schutz genommen. „Er hat niemanden umgebracht. Er hat kein Verbrechen begangen, gar nichts. Insofern sollte man da sehr vorsichtig sein, wenn man ihn dafür jetzt verurteilt“, mahnte der 35-Jährige.

Mehrfach hat Großkreutz in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen gesorgt. Der frühere Dortmunder war im Winter 2016 zu den Schwaben gewechselt und auch nach dem Abstieg aus der Bundesliga in Stuttgart geblieben. Der 28-Jährige war unter Wolf Stammspieler, hatte zuletzt aber wenig überzeugt. Beim 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Sonntag fehlte er wegen der Folgen einer Fußprellung.

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erstellt am 03.Mär.2017 | 11:10 Uhr

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