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Fussball

10. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

Neues vom HSV : Transfers 2016/17: HSV und Wolfsburg buhlen um Weltmeister Matthias Ginter

vom
Aus der Onlineredaktion

Olympiafahrer Matthias Ginter könnte im Trikot eines Nord-Clubs aus Brasilien zurückkehren.

Hamburg/Dortmund | Trotz einer kategorischen Ablehnung eines Verkaufes durch seinen Verein Borussia Dortmund steht Olympia-Fahrer Matthias Ginter weiter bei anderen Clubs ganz oben auf der Wunschliste. Vorne mit dabei beim Buhlen um die Dienste des 22-jährigen Innenverteidigers sind weiter der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV. Käme es tatsächlich doch noch zu einem Wechsel, würde dies kurz vor Beginn der Saison noch einmal für ordentlich Wirbel und fließende Übergange im Transfer-Karussell sorgen.

Ginter, der derzeit in Brasilien für die deutsche Olympiamannschaft um eine Medaille kämpft, könnte durchaus Wechselabsichten haben. Denn in den zwei Jahren beim Vizemeister konnte der zweimalige Gewinner der Fritz-Walter-Medaille in Gold sich noch nicht wie erhofft durchsetzen. In Hamburg und Wolfsburg wäre er eine feste Größe.

Bei den Hamburgern herrscht in der Abwehr Zugzwang, denn nach Augenhöhlenbruch von Emir Spahić gibt es kurz vor Saisonbeginn nur noch zwei Akteure, die sich in der Abwehrmitte zu Hause fühlen: Johan Djourou und Cléber. Bereits vor der Verletzung des fast 36-Jährigen soll der HSV dem BVB schon ein offizielles Angebot gemacht haben, für Club-Boss Dietmar Beiersdorfer ist Ginter der Wunschtransfer. Doch die Haltung der Dortmunder war strikt: Man wolle nicht verkaufen und plane die Zukunft mit dem Ex-Freiburger, ließ Sportchef Michael Zorc schon vor Wochen wissen. Im Fußballsprech heißt dies: Der Preis ist hoch. Mit geschätzten zehn bis 15 Millionen Euro vielleicht zu hoch für die Rothosen, die mit Mario Lemina von Juventus und Onyinye Ndidi von Genk um zwei weitere junge Spieler für den Defensivbereich buhlen.

Nun kommen wieder die zahlungskräfigen Wolfsburger ins Spiel, die jüngst den Abgang von André Schürrle für 30 Millionen Euro in anderer Richtung verkraften mussten und das Werben um Salif Sané von Hannover 96 offenbar aufgegeben haben. „Da hat's ziemlich klare Aussagen gegeben“, sagte Wölfe-Geschäftsführer Klaus Allofs dem „Kicker“.

Innenverteidiger und Top-Verdiener Dante könnte wie sein Abwehr-Partner Naldo zuvor den Club verlassen. Offenbar ist er sich mit dem OGC Nizza, dem Club seines früheren Trainers Lucien Farvre, über einen Wechsel einig. Bedarf an neuem Spielermaterial ist bei den Wölfen reichlich vorhanden – und auch das nötige Geld, um die Dortmunder umzustimmen. Letztere wiederum könnten in dem Fall einen neuen Angriff auf Tuchels Wunschspieler, den Leverkusener Ömer Toprak starten. Bayer wiederum würde seinen Abwehrchef nur für sehr viel Geld ziehen lassen – und nur in dem Fall, dass Dynamo Kiew den Ersatz-Kandidaten Aleksandar Dragovic ziehen lässt. Angesichts dieser Zusammenhänge scheint es, als würde über Ginters Zukunft wohl erst im September entschieden werden.

Nach dem Schürrle-Deal wittert Allofs offenbar aber Hoffnung und geht in Lauerstellung: „Es gibt verschiedene Spieler, die ihren Platz noch nicht gefunden haben in ihren Klubs, die darüber nachdenken, zu wechseln. Wenn wir schauen, wo können wir unsere Mannschaft verbessern, dann ist so ein Name zumindest im Hinterkopf“, sagte Allofs gegenüber dem „Kicker“. Wölfe-Sponsor Volkswagen wäre nach dem Abgang Schürrles sicher auch für die Neuverpflichtung eines deutschen Nationalspielers zu begeistern.

In der Hinrunde der vergangenen Saison hatte der Defensiv-Allrounder auf der rechten Außenverteidigerposition mit starken Leistungen von sich reden gemacht. 2016 verlor er seinen Stammplatz unter Trainer Thomas Tuchel allerdings an Routinier Lukasz Piszczek. In der Rückrunde zeigte der gelernte Innenverteidiger seine Vielseitigkeit auf diversen Defensivpositionen, fand sich aber auch oft auf der Bank wieder. Bundestrainer Joachim Löw verzichtete daher auf eine Nominierung des Weltmeisters von 2014 für die Europameisterschaft in Frankreich.

Vor dem Saisonstart spielt der Hamburger SV am Montag gegen Lyngby BK aus Dänemark. shz.de überträgt das Spiel ab 18 Uhr im Livestream.

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erstellt am 15.Aug.2016 | 12:16 Uhr

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