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Fussball

09. Dezember 2016 | 03:06 Uhr

Fußball-Bundesliga : Neuer HSV-Sportchef: Nico-Jan Hoogma ist „gesprächsbereit“

vom

Der frühere HSV-Kapitän würde als Sportchef an die Elbe zurückkehren. Der HSV muss allerdings noch bei ihm anklopfen.

Hamburg | Der frühere HSV-Kapitän Nico-Jan Hoogma kann sich ein Engagement als Sportchef beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV vorstellen. „Noch gab es keinen Kontakt mit dem HSV. Aber wenn die Verantwortlichen sich melden, werde ich mir natürlich Gedanken machen“, sagte Hoogma sport1. „Man muss sich das anhören, und das würde ich tun. Ich würde immer mit dem HSV reden.“ Nach Informationen der „Bild“-Zeitung will der HSV Kontakt zu dem Niederländer aufnehmen.

Dietmar Beiersdorfer besetzt beim HSV eine Doppelfunktion als Vorstandsvorsitzender und Sportchef. Es gab zuletzt viele Stimmen, die diese Doppelfunktion als zu große Belastung einordneten. Manche sehen es sogar mit als Grund dafür, dass sich die Hamburger nach einem völlig verkorksten Saisonstart in einer noch nie da gewesenen sportlichen Misere befinden.

Hoogma ist seit zehn Jahren Sportchef des niederländischen Erstligisten Heracles Almelo. Die vergangene Saison hatte Almelo auf dem sechsten Platz der Ehrendivision abgeschlossen. Sein Vertrag als Manager ist nicht befristet. „Ich glaube nicht, dass man mich nicht gehen lassen würde“, meinte er.

Hoogma stand von 1998 bis 2004 beim HSV unter Vertrag und war ein Führungsspieler in der Mannschaft. In 177 Bundesligaspielen erzielte er zwölf Tore für die Hamburger.

Über die Entwicklung des HSV ist er informiert. „Ich habe natürlich einiges im Fernsehen gesehen. Aber es ist nicht der Zeitpunkt, aus der Ferne ein Urteil über die Mannschaft abzugeben. Wenn man die Ursachen für die Entwicklung in den vergangenen Jahren wissen will, braucht man mehr Infos und Gespräche mit dem Verein“, meinte der frühere HSV-Kapitän.

Der einstige Verteidiger, der am Mittwoch seinen 48. Geburtstag feiert, fühlt sich den Norddeutschen verbunden. „Der HSV ist bei mir immer ein großes Thema. Das ist der Verein, wo ich als Profi meine beste Zeit hatte. Mein Herz wird immer für diesen Club schlagen“, sagte der Niederländer Sport1.

Die Hamburger sind auf der Suche nach einem Sportchef. Nachdem sich der HSV im Mai von Peter Knäbel getrennt hatte, hat Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer den Job zusätzlich übernommen. Die Neuverpflichtungen brachten die Mannschaft bislang nicht voran. „Ich war Spieler, als Didi Beiersdorfer damals Manager war. Er ist ein Supermensch“, sagte Hoogma.

Mittlerweile ist der Clubchef aber in die Kritik geraten. Am Montag hatte Aufsichtsratvorsitzender Karl Gernandt wegen der sportlichen Krise Änderungen angekündigt. „Ich werde da nicht tatenlos zusehen. Es geht sportlich und in der Führung nicht mehr so weiter“, sagte Gernandt.

Auch Fußball-Idol Uwe Seeler ist für die schnelle Berufung eines Sportchefs. „Man hat es im Sommer wieder versäumt, gut einzukaufen“, klagte der 79 Jahre alte einstige HSV-Profi bei einer Diskussionsveranstaltung. Eine vernünftige Mannschaft müsse eine gute Mischung haben. „Aber beim HSV sehe ich keine Mischung, sondern nur eine Suppe.“

Nach den acht ersten Spielen in der Bundesliga ohne Sieg will sich der Hamburger SV am Dienstagabend im DFB-Pokal beim Drittligisten Hallescher FC rehabilitieren. Der Bundesliga-Letzte muss nach zuletzt null Toren in sechs Spielen in der zweiten Runde des Pokal-Wettbewerbs in Sachsen-Anhalt vor allem wieder das Tor treffen.

Der Brasilianer Cléber darf trotz seiner Sperre in der Liga auflaufen. Nach den Ausfällen der verletzten Innenverteidiger Johan Djourou und Emir Spahic soll Albin Ekdal wieder im Abwehrzentrum auflaufen. „Das Pokalspiel in Halle bereitet mir keine Sorge. Vielmehr betrachte ich es als Chance für unsere Mannschaft, den jüngsten Eindruck zu korrigieren“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Karl Gernandt.

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erstellt am 25.Okt.2016 | 15:17 Uhr

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