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Nationalmannschaft

04. Dezember 2016 | 09:10 Uhr

Brief via Twitter : Bastian Schweinsteiger beendet Nationalmannschafts-Karriere

vom

Der Kapitän verlässt das DFB-Team – der verpasste EM-Titel schmerzt ihn, schreibt er in einem Brief an die Fans.

Nächster Rücktritt aus der Natiionalmannschaft: Kapitän Bastian Schweinsteiger beendet seine Karriere im DFB-Team. Er habe Bundestrainer Joachim Löw gebeten, ihn in Zukunft nicht mehr zu berücksichtigen, teilte der Weltmeister am Freitag via Twitter mit.

In dem öffentlichen Brief bedankt sich Schweinsteiger bei den Fans. Es sei ihm eine Ehre gewesen, für sie zu spielen. Nach der 0:2-Niederlage gegen EM-Gastgeber Frankreich hatte Schweinsteiger, der seit 2004 in der Nationalmannschaft spielte, noch gezögert. „Ich habe die ganze Energie in das Turnier gelegt. Nach den zwei Verletzungen war das nicht so einfach“, erklärte der Routinier in Marseille. Es sollte sein letzter offizieller Auftritt als Nationalspieler sein.

Ist der Schweinsteiger-Rücktritt die richtige Entscheidung?

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Es ist der erste Rücktritt seit dem verlorenen Halbfinale bei der EM in Frankreich. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 waren bereits Per Mertesacker und Philipp Lahm aus dem DFB-Team ausgetreten.

Vor allem der Triumph von Rio de Janeiro 2014, als Schweinsteiger als Kämpfer mit letzter Kraft und blutbeschmiert den vierten WM-Titel für Deutschland geholt hatte, wird ewig mit seinem Namen verbunden bleiben.

Podolski und Schweinsteiger: Weltmeister 2014!
Podolski und Schweinsteiger: Weltmeister 2014! Foto: Andreas Gebert
 

„Mit dem Gewinn des Weltmeistertitels 2014 ist uns historisch und auch emotional etwas gelungen, was sich in meiner Karriere nicht mehr wiederholen lässt. Deshalb ist es richtig und vernünftig, nun Schluss zu machen und der Mannschaft für die Qualifikation und die WM 2018 das Allerbeste zu wünschen“, erklärte Schweinsteiger.

2004 gaben Schweinsteiger und Podolski ihr Debüt in der Nationalmannschaft.
2004 gaben Schweinsteiger und Podolski ihr Debüt in der Nationalmannschaft. Foto: Imago/MIS

Am Montag wird Schweinsteiger 32. Privat hat der Star bereits einen neuen Lebensabschnitt eingeläutet. Vor zwei Wochen heiratete er in Venedig die serbische Tennisspielerin Ana Ivanović.

Sein persönliches Highlight 2016 fand in Venedig statt: Schweinsteiger heiratet er die Tennisspielerin Ana Ivanovic.
Sein persönliches Highlight 2016 fand in Venedig statt: Schweinsteiger heiratet er die Tennisspielerin Ana Ivanovic. Foto: Jörg Carstensen
 

Nun biegt der langjährige Spieler des FC Bayern beruflich auf die Zielgerade. Seine Zukunft bei Manchester United scheint offen. Laut englischen Medienberichten soll der neue Trainer José Mourinho mit ihm nicht mehr planen. Nach 17 Jahren beim deutschen Rekordmeister in München war Schweinsteiger im Sommer des Vorjahres auf die Insel gewechselt.

Bastian Schweinsteiger soll bei José Mourinho auf der Streichliste stehen.
Bastian Schweinsteiger soll bei José Mourinho auf der Streichliste stehen. Foto: Peter Powell
 

Bundestrainer Löw hatte seinen langjährigen „emotionalen Leader“ nach dem WM-Erfolg und dem Nationalmannschafts-Rücktritt von Philipp Lahm zum Kapitän erklärt. Schweinsteiger war nach drei Verletzungen im EM-Jahr am rechten Knie allerdings an seine Grenzen gestoßen. Mit enormen Willen arbeitetet sich der Kapitän nochmals heran, das unglückliche Ende aber konnte er nicht verhindern. Sein Handspiel gegen Frankreich beendete den Traum vom Europameister. „Aber Niederlagen gehören dazu, auch wenn sie schmerzen“, sagte der Mittelfeldstratege.

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erstellt am 29.Jul.2016 | 11:34 Uhr

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