zur Navigation springen

Fussball

07. Dezember 2016 | 13:40 Uhr

Refinanzierung des Volksparkstadions : Millionen-Anleihe des HSV: Für Kühne, VIP-Bereich und Trainingsplätze

vom
Aus der Onlineredaktion

Wohlhabende Fans können ab Herbst gut verzinste Schuldscheine ihres Clubs erwerben.

Hamburg | Der HSV macht angesichts Millionentransfers und Zuwendungen durch Mäzen Klaus-Michael Kühne derzeit den Eindruck eines gesundenden Vereins. Doch so richtig fit ist der Club noch lange nicht: Trotz der sichtbar positiven Entwicklungen bei Mitgliederzahlen, Sponsoren und Umsatz belastet den Verein ein großer Schuldenberg. Zur Refinanzierung des Volksparkstadions will der HSV abermals private Anleger und vermögende Fans als Geldgeber anzapfen, berichtet das „Manager Magazin“. Ein Schuldscheindarlehen bei Hamburger Banken soll im Herbst ausgegeben werden.

Laut der Jahresbilanz aus dem Juni 2015 betragen die Verbindlichkeiten des Hamburger SV 89 Millionen Euro. Allein für die Tilgung muss der Club jährlich einen Millionenbetrag berappen. Einer der größten Gläubiger ist Finanzier Klaus-Michael Kühne selbst. Um jenen geht es auch bei der Platzierung der neuen Anleihe.


Vermögende können dann mit fünf Prozent verzinste Stadion-Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren erwerben. 40 Millionen erhofft sich der Club auf diesem Wege anzunehmen, mindestens aber 25 Millionen. Dieses Geld soll direkt an Kühne zurückfließen. Der Logistik-Milliardär hatte dem existenziell bedrohten Club im vergangenen Jahr die fälligen Bankschulden in Höhe von 25 Millionen Euro für das Volksparkstadion abgenommen. Sonst hätten ein Lizenzentzug und das wirtschaftliche Aus gedroht.

Wie das „Abendblatt“ berichtet, will der Verein nicht nur seine Schulden tilgen, sondern auch flüssige Mittel für weitere Investitionen erreichen. Es geht um weitere Ausgaben in die Infrastruktur. Neben dem Ausbau des VIP-West-Bereichs im Stadion sollen demnach zwei weitere Trainingsplätze am Volkspark entstehen.

Schon im Frühjahr hatte es Gerüchte über eine Stadionsanleihe gegeben, die allerdings dementiert wurden. 2012 wurde anlässlich des 125-jährigen Vereinsjubiläums eine Fan Anleihe platziert, die 12,5 Millionen Euro für die Infrastruktur einbrachte. 2019 wird die Rückzahlung plus sechs Prozent Zinsen fällig. Das Geld soll in den Bau des Nachwuchszentrums HSV-Campus geflossen sein, dessen Eröffnung für Sommer 2017 geplant ist. Kühne, der elf Prozent der Anteile am Hamburger SV hält, hatte dem Bundesligisten vor dieser Saison Geld für Transfers von mehr als 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Sep.2016 | 15:14 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen