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Fussball

06. Dezember 2016 | 09:24 Uhr

Angebot vom FC Bayern München : Kommentar zu Mats Hummels: Der BVB kämpft um Geld und Selbstachtung

vom
Aus der Onlineredaktion

Kurzfristig zählt jetzt vor allem die Höhe der Ablöse für den BVB. Mittelfristig muss ein Titelreigen her, kommentiert Joachim Dreykluft.

#EchteLiebe ist natürlich keine Realität, sondern ein Marketingslogan. Echt sind aber das Westfalenstadion, die Südtribüne, die gelbe Wand, die Emotionen. Viele Fußballer dürfen das mal als Gastmannschaft erleben. Nur wenige haben das Privileg, hier zur Heimmannschaft zu zählen.

Auf diese Emotionen, die Fans, das Besondere, haben die BVB-Verantwortlichen oft gezählt. Genützt hat es so gut wie nie. Gut, es gab einen Dede oder einen Sebastian Kehl, die ihr gesamtes Fußballerleben dem BVB verschrieben haben. Aber es gab Nuri Shahin, Shinja Kagawa, Mario Götze, Robert Lewandowski, die sich andernorts noch Größeres erwarteten.

Meist ging dieser Traum nicht auf. Nur Lewandowski setzte sich durch und wurde glücklich. Die anderen kehrten heim oder tun es wie im Fall Götze wohl bald.

Dennoch: Wenn der ganz große Verein lockt, kann der BVB seine Leistungsträger nicht halten. Emotionen gegen Geld und Titel, da haben Gefühle offenbar keine Chance.

Im Fall Hummels geht es nun vor allem darum, Selbstachtung zu wahren. Und die wird in Euro gemessen. Wenn Geschäftsführer Aki Watzke es schafft, die Bayern richtig bluten zu lassen, also so ab 50 Millionen, wäre der Stolz zumindest ein wenig gewahrt. Würde ein Teil dieser Summe nicht in Euro, sondern in Götze bezahlt, finge die Rumrechnerei an.

Was bleibt: Die alte Taktik der Bayern, die Gegner durch den Wegkauf von Leistungsträgern doppelt zu schwächen, verfängt bei den Spielern nach wie vor. Daran muss der BVB arbeiten: Von hier aus wechselt man als Leistungsträger nicht mehr in die Bundesliga, sondern allenfalls ins Ausland. Das ist schwer und geht nicht über Emotionen, sondern nur über Geld und Titel.

Aber neben den Bayern kann das nur dem BVB gelingen. Der Rest der Bundesliga ist und bleibt Mittelmaß.

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erstellt am 28.Apr.2016 | 18:51 Uhr

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