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Fussball

24. Februar 2017 | 13:35 Uhr

Niederlage gegen FC Sevilla : Jürgen Klopp verliert mit dem FC Liverpool das Euro-League Finale

vom

Der frühe Ausgleich in der zweiten Halbzeit bringt den FC Liverpool völlig aus dem Konzept. Im Finale der Europa League gelingt dem Team von Jürgen Klopp danach nichts mehr.

Basel | Nach seinem fünften verlorenen Pokalendspiel zwang sich Jürgen Klopp zum Zweckoptimismus. „Es ist bislang so, dass keine Fehlentscheidung in keinem Finale je zu meinen Gunsten war. Das wird sich auch ändern. Wir müssen nur noch ein paar Mal in ein Finale kommen“, sagte der Coach des FC Liverpool nach dem 1:3 (1:0) gegen den FC Sevilla. Den verpassten Triumph in der Europa League kreidete Klopp zu einem großen Teil den aus seiner Sicht zu unrecht nicht gegebenen Elfmetern an - allerdings nicht nur. „Nummer eins aller Maßnahmen nach einem verlorenen Spiel ist Selbstkritik. Und die ist noch nicht abgeschlossen“, betonte der 48 Jahre alte Fußball-Trainer.

Durch die Niederlage verpasste Liverpool die letzte Chance auf Europapokal-Spiele in der kommenden Saison. Sevilla dagegen markierte mit dem dritten Europa-League-Triumph in Serie einen Rekord und qualifizierte sich für die Champions League.

Nach einer über weite Strecken dominanten ersten Halbzeit und der verdienten Führung durch Daniel Sturridge (35. Minute) brach Liverpool in der zweiten Hälfte zusammen. Sevillas Kevin Gameiro drückte den Ball schon nach 17 Sekunden zum Ausgleich über die Linie - und die Engländer hörten auf zu spielen.

„In diesem Moment haben wir den Glauben an uns und unsere Spielweise verloren“, analysierte Klopp. „Nicht nur das Team war geschockt durch diese Situation, auch die Zuschauer.“ So sehr sogar, dass Klopp die Anhänger des Traditionsclubs vehement zu mehr Unterstützung aufforderte und nach der geringen Resonanz scheinbar frustriert abdrehte. „Bis zum 1:1 hatten wir eine großartige Atmosphäre, aber dann hat Sevilla das Spiel übernommen.“

Verärgert war Klopp über Schiedsrichter Jonas Eriksson, der den Briten zwei mögliche Hand- und einen potenziellen Foulelfmeter nicht zusprach. Sevillas Kapitän Coke nach dem 2:1 (64.) auch das 3:1 (70.) aus abseitsverdächtiger Position anzuerkennen, war aber definitiv die korrekte Entscheidung - der Ball kam von Liverpools Philippe Coutinho. Zuvor hatte sich Nationalspieler Emre Can einen schlimmen Ballverlust erlaubt. „Es gibt größere Probleme im Leben als dieses hier. Auch wenn es sich im Moment nicht so anfühlt. Es ist hart“, sagte Klopp, versprach aber: „Wir werden wieder kommen.“

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erstellt am 19.Mai.2016 | 08:31 Uhr

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