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Fussball

22. März 2017 | 23:17 Uhr

Internationales Olympisches Komitee : IOC: Kein Komplett-Ausschluss - Russland darf an Olympia teilnehmen

vom

Es gab Belege für Staatsdoping in Russland. Das Land darf aber an den olympischen Spielen teilnehmen.

Lausanne | Die russische Mannschaft wird nicht komplett von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen. Diese Entscheidung teilte IOC-Präsident Thomas Bach am Sonntag in Lausanne mit. Es liege vielmehr nun an den einzelnen internationalen Sommersportverbänden, darüber zu befinden, ob russische Athleten in den jeweiligen Sportarten antreten dürften oder nicht.

Bisher ist noch nie ein Land wegen Dopingvergehen komplett von Olympischen Spielen ausgeschlossen worden. Die damalige UdSSR hatte 1984 die Sommerspiele in Los Angeles boykottiert. Dies war die Reaktion auf den Boykott westlicher Länder der Spiele 1980 in Moskau wegen des Einmarsches sowjetischer Truppen in Afghanistan. Die Entscheidung war also von großer Tragweite.

Unter der Führung des deutschen Präsidenten Bach hatte das Exekutivkomitee des IOC zuvor bei einer Telefonkonferenz beraten, ob nach den russischen Leichtathleten das komplette Land von den Sommerspielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen werden solle.

Demonstrativ hatte Kremlchef Wladimir Putin zuletzt die Gründung einer neuen Anti-Doping-Kommission in Russlandangekündigt - womöglich auch, um einem Komplett-Bann zu entgehen. Die Leitung der Kommission soll vermutlich der 81-jährige Witali Smirnow übernehmen, der seit 45 Jahren IOC-Mitglied ist. „Er hat einen absolut tadellosen Ruf und genießt das Vertrauen der olympischen Familie“, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge.

Die russischen Leichtathleten sind von der Entscheidung am Sonntag nicht betroffen, sie bleiben von den Rio-Spielen ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte am vergangenen Mittwoch die Suspendierung des russischen Leichtathletik-Verbandes durch den Weltverband IAAF als regelkonform bestätigt.

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erstellt am 24.Jul.2016 | 16:22 Uhr

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