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Fussball

06. Dezember 2016 | 11:15 Uhr

WM-Qualifikation Russland 2018 : Huh! Die Island-Saga geht weiter – Türkei mit 2:0 geschlagen

vom
Aus der Onlineredaktion

Der souveräne Heimsieg gegen die Türkei hat gezeigt: Die Isländer haben das Zeug für die WM-Quali.

Reykjavik | #áframísland: Das isländische Fußball-Märchen geht in ein neues Kapitel. Nach dem sensationellen Einzug ins Viertelfinale der vergangenen Europameisterschaft sind die Vulkaninsulaner nun auch auf WM-Kurs. „Wir sind keine Underdogs mehr“, hatte Trainer Heimir Hallgrimsson schon vor dem Quali-Spiel gegen die Türkei gesagt. Das Spiel gegen die Türken ging mit 2:0 an die Isländer, deren Bilanz sich formidabel liest: Dreimal gespielt, zweimal gewonnen und ungeschlagen – die Mannschaft von Heimir Hallgrimsson ist nach zwei Heimsiegen in vier Tagen voll auf Kurs. Punktgleich mit Kroatien liegen die Männer vom Nordatlantik auf Platz 2 der Quali-Gruppe I.

  Auswahl Spiele Torverhältnis Tore Punkte
1. Kroatien 3 +7 8:1 7
2. Island 3 +3 6:3 7
3. Ukraine 3 +3 6:3 5
4. Türkei 3 -2 3:5 2
5. Finnland 3 -2 3:5 1
6. Kosovo 3 -9 1:10 1


Entscheidende Spieler beim Sieg der 320.000-Einwohner-Nation Island gegen die über 78 Millionen Menschen umfassende Türkei waren zwei Bundesliga-Spieler. Bayer Leverkusens Ömer Toprak erzielte in der 42. Minute nach einer verunglückten Kopfabwehr ein Eigentor, das Augsburgs Alfred Finnbogason nur zwei Minuten später zum 2:0-Endstand aufwertete. Dortmunds Emre Mor auf Seiten der Türken kam als hängende Spitze kaum mal an den langen Beinen seiner Gegenspieler vorbei. Die siegreichen „Sons“ feierten den Sieg mit ihren Fans, doch die „Huh“-Rufe fielen diesmal leiser aus. Es war von Anfang an kein normales Spiel nach dem PKK-Terroranschlag in der Türkei, der 19 Menschen in den Tod riss.

 

Die Auswahl der Isländer hatte bei der Europameisterschaft durch ihre sensationellen Auftritte und besagte Jubelrufe – auch nach Niederlagen – die Herzen der Fußballfans im Nu erobert. Das kleine Land im Norden wurde zum Gesicht des Turniers. In den sozialen Netzwerken hat man die versprühte Freude aus den Vorsommerwochen nicht vergessen. Unter #ISLTUR und #áframísland wird sich weltweit mitgefreut.

 

Der türkische Nationaltrainer Fatih Terim nahm die Schlappe in der Pressekonferenz nach dem Spiel gelassen. Er haderte allerdings etwas mit dem isländischen Wetter, das dafür sorgte, dass die Einlaufkinder sich Jacken überzogen. Der Terroranschlag, haben es seinen Spielern schwer gemacht, den Fokus auf das Fußballspielen zu richten, meinte der Trainer.

Am 11. November kommt es zum Gipfeltreffen. Dann müssen die Isländer zeigen, dass sie auswärts gegen den Gruppenfavoriten Kroatien mithalten können. Den Ukrainern trotzten sie in der Fremde am 1. Spieltag bereits ein 1:1-Unentschieden ab. Die schwer umkämpfte 3:2-Aufholjagd gegen Finnland vom letzten Donnerstag ist schon jetzt legendär in Island.

 

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erstellt am 10.Okt.2016 | 12:03 Uhr

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