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HSV

07. Dezember 2016 | 09:33 Uhr

Nachfolger für Beiersdorfer : Zu teuer für den HSV: Hochstätter-Deal geplatzt

vom

Beim Hamburger SV nimmt das Chaos kein Ende. Noch immer ist kein neuer Sportdirektor gefunden.

Hamburg | Der Hamburger SV muss bei der Suche nach einem Sportdirektor wieder bei Null beginnen. Die Verpflichtung von Wunschkandidat Christian Hochstätter ist am Sonntag geplatzt. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung hat der 53-Jährige den Hanseaten abgesagt, nachdem sich das Bundesliga-Schlusslicht offenbar nicht mit dem VfL Bochum auf eine Ablösesumme einigen konnte. „Ich hatte das Gefühl, die beiden Vereine können sich nicht einigen. Deswegen habe ich die Entscheidung getroffen, beim VfL Bochum zu bleiben“, sagte Hochstätter.

Nach geplatzten Gesprächen mit Nico-Jan Hoogma und Horst Heldt kommt nun auch Hochstätter nicht - das bedeutet für den nächsten Kandidaten: er ist die Alternative der Alternative.

Auch HSV-Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer hat das Verhandlungs-Aus bestätigt. Dem „Kicker“ sagte er: „Die Bochumer Forderungen waren aus unserer Sicht nicht annehmbar.“ Hochstätter habe zwar selbst versucht, die Dinge mit dem Aufsichtsrat des VfL zu klären, „hat mich dann aber am Abend informiert, dass er keine Chance sieht und in Bochum bleiben wird. Die Verhandlungen sind damit beendet.“ Bochums Aufsichtsratsboss Hans-Peter Villis sagte der „WAZ“, dass Hochstätter ihn über seine Absage informiert habe.

Dagegen hatten die Hamburger Zeitungen „Abendblatt“ und „Morgenpost“ berichtet, dass der HSV wegen der hohen Ablöseforderung aus dem Poker um Hochstätter ausgestiegen sei. Vor der Kontaktaufnahme zu Hochstätter waren bereits Verhandlungen mit dem früheren HSV-Profi Nico-Jan Hoogma (Sportchef bei Heracles Almelo) und dem ehemaligen Schalke-04-Manager Horst Heldt erfolglos gewesen.

Nach Medien-Informationen soll der Zweitligist, bei dem Ex-Profi Hochstätter bis 2020 unter Vertrag steht, drei Millionen Euro Ablöse für den 53-Jährigen aufgerufen haben. Der HSV soll zuletzt sein Angebot auf 800.000 Euro aufgestockt haben. Mit Hochstätter waren die Hamburger demnach schon einig, bis 2019 sollte der Kontrakt des langjährigen Gladbachers laufen.

Der VfL saß wegen des gültigen Langzeitvertrags mit dem langjährigen Profi von Borussia Mönchengladbach aber am längeren Hebel. Zumal Hochstätters Kontrakt beim Revierclub auch keine Ausstiegsklausel beinhaltet.

Für den gewaltig unter Druck stehenden Beiersdorfer, dem der HSV-Aufsichtsrat zu Wochenbeginn noch das Vertrauen ausgesprochen hatte, könnte die Luft nach dem geplatzten Hochstätter-Deal dünner werden. Seit Peter Knäbels Entlassung Anfang Mai ist der 52 Jahre alte frühere Verteidiger beim HSV nun in Personalunion Vorstands- und Sportchef. Den Doppeljob erledigte der gestresste Funktionär mehr schlecht als recht. Bei seinen Transfers bewies Beiersdorfer im Sommer trotz Spieler-Investitionen von mehr als 30 Millionen Euro kein glückliches Händchen. Die teuer bezahlten Star-Einkäufe Alen Halilovic (5,0 Millionen Euro) und Filip Kostic (14,0/HSV-Rekordtransfer) sind bisher alles andere als Verstärkungen.

Der HSV steht nach zehn Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz, ohne Sieg und mit gerade einmal vier geschossenen Toren. Damit sind die Hamburger bis zum aktuellen Zeitpunkt sogar die schlechteste Bundesliga-Mannschaft aller Zeiten.

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erstellt am 14.Nov.2016 | 07:42 Uhr

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