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HSV

28. September 2016 | 00:20 Uhr

Nachfolge-Kandidaten : Trainerdiskussion beim HSV: Wer kommt, wenn Bruno Labbadia gehen muss

vom

Drei Niederlagen in Folge und am Samstag kommt ausgerechnet der FC Bayern: HSV-Trainer Bruno Labbadia muss um seinen Job bangen. shz.de nennt mögliche Kandidaten für seine Nachfolge.

Hamburg | Trotz der jüngsten Pleitenserie wird Bruno Labbadia mit großer Wahrscheinlichkeit auch am Samstag gegen Bayern München auf der Trainerbank des Hamburger SV sitzen. Der Verein verschickte am Mittwochvormittag die Einladung zur Pressekonferenz am Donnerstag „mit Trainer Bruno Labbadia“.

Nach der 0:1-Niederlage beim Aufsteiger SC Freiburg steht Labbadia näher am Rauswurf denn je. Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer verweigerte am Dienstag eine Jobgarantie für den Coach. „Bruno Labbadia ist unser Trainer, da muss ich ihm auch nicht jeden Tag Rückendeckung geben“, sagte Beiersdorfer im TV-Sender Sky. „So ein Spiel muss man erstmal sacken lassen“, sagte der HSV-Chef, der eine gemeinsame Analyse mit Labbadia ankündigte.

Labbadia selbst hatte das Spiel in Freiburg noch als „überlebenswichtig“ bezeichnet, er kennt die Mechanismen der Bundesliga: „Ich bin als Erster in der Verantwortung.“ Wenn am Samstag der FC Bayern ins Volksparkstadion kommt, muss der HSV-Coach den nächsten Tiefschlag befürchten. Dann könnte die Amtszeit von Labbadia beendet sein.

shz.de gibt einen Überblick über mögliche Nachfolge-Kandidaten:

Markus Gisdol

Markus Gisdol.
Markus Gisdol war zuletzt Trainer bei 1899 Hoffenheim. Foto: Susann Prautsch

Der frühere Hoffenheim-Trainer Markus Gisdol ist auf dem Markt und wird automatisch als Kandidat gehandelt. Der 47-Jährige wurde bereits bei der Trainersuche des VfB Stuttgart zum Top-Kandidaten ernannt. Gisdol eilt ein guter Ruf voraus, fachlich und menschlich hat er sich viele Meriten erworben. Der als Taktik-Fuchs bekannte Fußball-Lehrer wäre auch für den HSV eine interessante Option.

André Villas-Boas

Bundesliga-Wechsel? Andre Villas Boas nimmt Deutschunterricht.
Bundesliga-Wechsel? Andre Villas Boas nimmt Deutschunterricht. Foto: Facundo Arrizabalaga

Kommt der ehemalige Meistertrainer von Zenit St. Petersburg und dem FC Porto in die Bundesliga? Einem Instagram-Post zufolge nimmt der als Jahrhunderttalent geltende Villas-Boas aktuell Deutschstunden und heizt damit die Spekulationen um ein Engagement in Deutschland an. Zudem ist der frühere Coach von Tottenham Hotspur und des FC Chelsea ein alter Bekannter von Dietmar Beiersdorfer. Als Manager von Zenit St. Petersburg holte der HSV-Boss den Portugiesen 2014 in die russische Zarenstadt.

André Breitenreiter

André Breitenreiter war von 1994 bis 1997 als Spieler für den HSV aktiv.
André Breitenreiter war von 1994 bis 1997 als Spieler für den HSV aktiv. Foto: Monika Skolimowska

Der frühere Paderborner und Schalker Trainer wurde bereits 2015 mit dem HSV in Verbindung gebracht. Nach dem geplatzten Deal mit Thomas Tuchel galt Breitenreiter als Alternativoption, bis der HSV überraschend die Verpflichtung von Bruno Labbadia bekannt gab. Breitenreiter hat als ehemaliger HSV-Spieler Stallgeruch und steht seit seinem Aus bei Schalke 04 ohne Verein da.

Horst Hrubesch

HSV-Idol Horst Hrubesch beendete seine Trainerkarriere nach den olympischen Spielen.
HSV-Idol Horst Hrubesch beendete seine Trainerkarriere nach den olympischen Spielen. Foto: Soeren Stache

Bei den Anhängern naturgemäß hoch im Kurs steht HSV-Ikone Horst Hrubesch. Mit der deutschen Olympiamannschaft gewann der 65-Jährige aus Boostedt (Kreis Segeberg) die Silbermedaille in Rio, kann auf Vereinsebene allerdings kaum Erfolge nachweisen und hat seine Trainerkarriere eigentlich beendet.

Martin Jol

Martin Jol war der erfolgreichste Trainer der jüngsten HSV-Geschichte.
Martin Jol war der erfolgreichste Trainer der jüngsten HSV-Geschichte. Foto: dpa

HSV-Fans haben eine Online-Petition für die Rückkehr von Martin Jol gestartet. Der Niederländer stand in der Saison 2008/09 in Hamburg an der Seitenlinie und führte den Dino auf den fünften Tabellenplatz sowie ins Halbfinale des UEFA-Cups. Aktuell ist Jol ohne Anstellung als Übungsleiter. Zuletzt war er für El Ahly Kairo tätig. Bei ADO Den Haag bekleidet der 60-Jährige einen Posten im Aufsichtsrat.

Louis van Gaal

Ein Trainer mit viel Erfahrung: Louis van Gaal.
Ein Trainer mit viel Erfahrung: Louis van Gaal. Foto: Peter Powell

Bereits 2011 sollen die Hamburger mit dem früheren Bayern-Coach verhandelt haben. Der Niederländer hat sich den Ruf erworben, seinen Mannschaften eine Spielphilosophie einzuhauchen und mit jungen Spielern arbeiten zu können. Van Gaal war erst im Mai als Trainer von Manchester United entlassen worden und galt zuletzt als Kandidat auf den Trainerposten der belgischen Nationalmannschaft. Eine prominente Besetzung wäre der 65-Jährige zweifelsohne.

Thomas Schaaf

Thomas Schaaf war zuletzt bei Hannover 96 unter Vertrag.
Thomas Schaaf war zuletzt bei Hannover 96 unter Vertrag. Foto: Carmen Jaspersen

Beim Rivalen Werder Bremen prägte die Trainer-Ikone eine Ära. Nach seiner letzten Station bei Hannover 96 steht der 55-Jährige derzeit ohne Verein da. Auch wenn ein Engagement des Ur-Bremers zunächst unwahrscheinlich klingt, wurde der Name Schaaf in Hamburg des Öfteren gehandelt – zuletzt nach der Entlassung von Thorsten Fink 2015.

Thomas Doll

Thomas Doll hat mit Ferencvaros Budapest die ungarische Meisterschaft und den Pokal gewonnen.
Thomas Doll hat mit Ferencvaros Budapest die ungarische Meisterschaft und den Pokal gewonnen. Foto: Szilard Koszticsak

Bei den HSV-Anhängern ebenfalls gehandelt wird Thomas Doll, der von Oktober 2004 bis Februar 2007 für die HSV-Profis verantwortlich war. Der 50-Jährige wurde im Vorjahr mit Ferencvaros Budapest ungarischer Doublegewinner und ist damit der einzige Kandidat mit Verein. Seine Wohnung im Hamburger Stadtteil Harvestehude hat Doll noch immer.

Silvia Neid

Silvia Neid kann sich eine Zukunft im Männerfußball vorstellen.
Silvia Neid kann sich eine Zukunft im Männerfußball vorstellen. Foto: Hendrik Schmidt

Etwas abwegig, aber nicht unvorstellbar ist die Option Silvia Neid. Die abgetretene Frauen-Bundestrainerin kann sich nach eigener Aussage eine Zukunft im Männerfußball vorstellen. Nach ihrem goldenen Olympia-Abschied hat die 52-jährige Welt-Trainerin von 2010 und 2013 den Stab an Steffi Jones weitergereicht. Daraufhin hat sie den Job als Leiterin der neuen Scoutingabteilung Frauen- und Mädchenfußball im DFB übernommen.

(mit dpa)

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erstellt am 21.Sep.2016 | 15:36 Uhr

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