zur Navigation springen

Neues vom HSV : Spiel gegen Eintracht Frankfurt: Markus Gisdol warnt vor Selbstgänger

vom

Gisdol warnt davor, die Eintracht zu unterschätzen - auch wenn sie die letzten fünf Spiele in Serie verloren hat.

Hamburg | HSV-Trainer Markus Gisdol will trotz des Aufwärtstrends von 23 Punkten aus den vergangenen 13 Bundesliga-Spielen den Ball weiter flachhalten. „Es tut uns gut, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben“, sagte der Fußball-Lehrer des Hamburger SV vor dem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt. Dass der Gegner von Samstag (18.30 Uhr) fünfmal in Serie verloren hat, will der erfahrene Coach nicht überbewerten. Im Gegenteil: Er erwartet alles andere als einen Selbstgänger.

Die sportliche Lage ist trotz des jüngsten HSV-Höhenflugs weiterhin prekär. Zwar hat das einzige noch nie abgestiegene Liga-Gründungsmitglied nach Punkten zum VfL Wolfsburg und Werder Bremen (alle 26 Zähler) aufgeschlossen, belegt aber wegen des schlechteren Torverhältnisses lediglich den Relegationsplatz.

„Natürlich haben die Frankfurter einige Punkte liegen gelassen, aber über die Saison betrachtet stehen sie als Tabellensechste gut da“, betonte der Gisdol. Die Hessen seien eine gute Mannschaft und „schwer zu bespielen“, vor allem im eigenen Stadion. „Ich warne davor, Eintracht Frankfurt nur an den letzten Ergebnissen zu messen. Wenn es uns gelingt, dort etwas mitzunehmen, wäre es eine großartige Sache“, betonte er. „Wir dürfen nicht vermessen sein und müssen uns vielleicht auch mal mit einem Punkt zufrieden geben.“

Umso mehr ist er heiß auf die Wiedergutmachung für die 0:3-Heimpleite im Hinspiel, die Gisdol im Nachhinein als „schmerzhaft, aber auch wertvoll“ wertet. „Das 0:3 hat uns in vielen Bereichen die Augen weit geöffnet. Und uns geholfen, die Analysen schonungslos durchzuführen“, betonte der Labbadia-Nachfolger. Er habe damals konsequent die Lehren aus der Schmach gezogen - kurz danach ging es mit dem HSV aufwärts.

Rückkehr von Nicolai Müller

„Seitdem haben wir uns in vielen Bereichen verbessert, aber auch unser Gesicht um 100 Prozent verändert“, betonte der HSV-Coach. Er hofft in Frankfurt auf die Rückkehr von Nicolai Müller. „Er ist nach auskurierter Grippe zwar noch etwas geschwächt, steht aber wieder im Training. Für den Kader wird es auf jeden Fall reichen. Ob er von Anfang an spielen kann, müssen wir abwarten“, sagte er. Gegen Borussia Mönchengladbach (2:1) hatte er am Sonntag noch auf den grippekranken Offensivakteur verzichten müssen.

Noch keine Alternative ist hingegen Mergim Mavraj. „Ich rechne damit, dass er uns in der Länderspielpause wieder zur Verfügung steht“, sagte Gisdol über den Winter-Zugang. Der Abwehrchef hatte Anfang März einen Sehnenanriss am Knieansatz erlitten. Nun steht der albanische Nationalspieler wieder im Aufbautraining. Wie beim Heimsieg gegen Gladbach dürfte neben Kyriakos Papadopoulos wieder Youngster Gideon Jung in der Abwehrzentrale als Mavraj-Vertreter beginnen.

 

Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der gute zwölf Jahre in der gleichen Funktion in Frankfurt arbeitete, wäre mit einem Unentschieden bei seiner erstmaligen Rückkehr schon zufrieden. „Auf jeden Fall ist es für beide ein richtungsweisendes Spiel“, sagte er.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Mär.2017 | 12:01 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen