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HSV

24. März 2017 | 19:07 Uhr

Vor Spiel gegen Hertha BSC : Neues vom HSV: Mergim Mavraj fällt vier Wochen lang aus

vom

HSV-Trainer Gisdol hat Sorgen in der Defensive. Auch Mavrajs Ersatzmann Djourou geht es nicht gut.

Hamburg | Fußball-Bundesligist Hamburger SV muss etwa einen Monat auf Mergim Mavraj verzichten. Der Innenverteidiger hat sich einen Sehnenanriss am Kniegelenk zugezogen. „Er wird circa vier Wochen ausfallen“, sagte Trainer Markus Gisdol vor der Partie am Sonntag gegen Hertha BSC.

Die Verletzung ist im DFB-Pokalspiel am vergangenen Mittwoch gegen Borussia Mönchengladbach (1:2) passiert. „Sportlich und menschlich ist der Ausfall unglücklich. Er (Megrim Mavraj, Anm. d. Red.) ist so positiv und wird uns zum Glück nicht lange fehlen“, sagte Gisdol.

Mavraj muss nicht operiert werden. „Er hat gesagt: ,Trainer, das dauert nicht so lange'“, berichtete Gisdol.

Wer den in der Winterpause vom 1. FC Köln geholten Albaner ersetzen wird, ist unklar. Auch Ersatzmann Johan Djourou droht auszufallen. Der Schweizer laboriert an den Folgen eines Magen-Darm-Infekts. „Wir haben die eine oder andere Idee“, meinte Gisdol am Freitag. Kandidaten sind die defensiven Mittelfeldspieler Gideon Jung und Albin Ekdal.

Im Sturm plagen den Trainer hingegen zurzeit keine Personalsorgen. Besonders Bobby Wood glänzt mit Toren, auch im Pokalspiel gegen Gladbach. Das weckt Begehrlichkeiten bei anderen Clubs. So sollen nach Medienberichten Vereine aus der Bundesliga an dem 24-Jährigen interessiert sein. Allerdings schloss HSV-Sportchef Jens Todt einen Wechsel des erst im Sommer von Union Berlin zum HSV gewechselten Wood aus. „Ich bin da ganz entspannt. Bobby hat ja einen langfristigen Vertrag. Es gibt auch gar kein Angebot“, sagte Todt gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“. Woods Vertrag bei den Hamburgern läuft bis 2020.

Binnen neun Tagen will sich der Hamburger SV auf der Gefühlsskala von ganz unten nach ganz oben schwingen. Nach dem 0:8-Debakel bei Bayern München am vergangenen Samstag hat der hanseatische Fußball-Bundesligist am Mittwoch zunächst Station auf halber Höhe gemacht. Das 1:2 im Pokal gegen Borussia Mönchengladbach war zwar eine Niederlage, für die geprügelten Hamburger aber zugleich Seelenmassage und Mutmacher wegen ihres engagierten Auftritts. Teil zwei der Rehabilitierung soll am Sonntag (17.30 Uhr) folgen.

Dann erscheint der Tabellenfünfte Hertha BSC im Volkspark. „Wenn wir so wie gegen Gladbach auftreten, dann können wir auch Berlin schlagen“, verkündete Sportchef Jens Todt.

Die Hamburger benötigen dringend Punkte. Der einzige Dauerbrenner in 54 Jahren Bundesliga will als Tabellen-16. mit 20 Zählern die besser platzierte Konkurrenz Werder Bremen und VfL Wolfsburg (22 Punkte) nicht davonziehen lassen. Zwei Spieltage zuvor hatte der HSV noch drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und wollte mit diesem eigentlich nichts mehr zu tun haben.

Gisdol ist sich sicher, dass seine Mannschaft das 0:8 gegen die Bayern verdaut hat. „So etwas schnell abzuschütteln - diese Fähigkeit hat unsere Mannschaft.“ Davon gebe es in der Bundesliga nicht so viele, meinte der Coach. Der 47-Jährige hob die Entwicklung seines Teams hervor, erinnerte aber auch an den Saisonbeginn: „Wir zahlen immer noch die Rechnung der ersten zehn Spiele.“ Damals stand der HSV mit zwei Pünktchen auf dem letzten Platz.

Hertha BSC werde „eine ganz harte Nuss“. Gisdol beschrieb den Rivalen als „sehr diszipliniert, sehr unangenehm, sehr stabil“. Das sieht auch der Sportchef so. „Das ist eine Mannschaft, die eine richtig starke Saison spielt. Das ist Top-Niveau, oberes Drittel Bundesliga“, lobte Todt die Berliner.

Ihre starke Saison hat Hertha BSC vor allem seiner Heimstärke zu verdanken. Neun Siege in elf Spielen - Platz eins vor RB Leipzig und den Bayern! Verreisen mag das Team aber gar nicht gern. Bei elf Ausflügen gelangen nur zwei Siege - Platz 14. An dieser Schwäche der Berliner wollen die Hamburger ansetzen.

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erstellt am 03.Mär.2017 | 14:25 Uhr

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