zur Navigation springen

Bundesliga : HSV muss gegen Hertha die Abwehr umbauen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mergim Mavraj fällt vier Wochen lang aus. Auch der Einsatz von Johan Djourou ist fraglich.

Hamburg | Binnen neun Tagen will sich der Hamburger SV auf der Gefühlsskala von ganz unten nach ganz oben schwingen. Nach dem 0:8-Debakel bei Bayern München am vergangenen Sonnabend hat der hanseatische Fußball-Bundesligist am Mittwoch zunächst Station auf halber Höhe gemacht. Das 1:2 im Pokal gegen Borussia Mönchengladbach war zwar eine Niederlage, für die geprügelten Hamburger aber zugleich Seelenmassage und Mutmacher wegen ihres engagierten Auftritts.

Teil zwei der Rehabilitierung soll morgen Abend (17.30 Uhr) folgen. Dann erscheint der Tabellenfünfte Hertha BSC im Volkspark. „Wenn wir so wie gegen Gladbach auftreten, dann können wir Berlin schlagen“, verkündete Sportchef Jens Todt. Allerdings steht Mergim Mavraj (Foto) nicht zur Verfügung. Der Innenverteidiger hat sich einen Sehnenanriss am Kniegelenk zugezogen. „Er wird circa vier Wochen ausfallen“, sagte Trainer Markus Gisdol gestern. „Das ist ein Wermutstropfen.“ Die Verletzung ist im Pokalspiel gegen Gladbach passiert. Mavraj muss nicht operiert werden. „Er hat gesagt: ,Trainer, das dauert nicht lange’“, berichtete Gisdol.

Da auch Ersatzmann Johan Djourou (Magen-Darm-Probleme) auszufallen droht, muss Gisdol seine Hintermannschaft umbauen. Kandidaten sind die defensiven Mittelfeldspieler Gideon Jung und Albin Ekdal. „Wir haben die eine oder andere Idee.“

Die Hamburger benötigen dringend Punkte. Der einzige Dauerbrenner in 54 Jahren Bundesliga will als Tabellen-16. mit 20 Zählern die besser platzierte Konkurrenz Werder Bremen und VfL Wolfsburg (22 Punkte) nicht davonziehen lassen. Gisdol ist sich sicher, dass seine Mannschaft das 0:8 gegen die Bayern verdaut hat. „So etwas schnell abzuschütteln – diese Fähigkeit hat unsere Mannschaft.“ Davon gebe es in der Bundesliga nicht so viele, meinte der Coach. Der 47-Jährige hob die Entwicklung seines Teams hervor, erinnerte aber auch an den Saisonbeginn: „Wir zahlen immer noch die Rechnung der ersten zehn Spiele.“ Damals stand der HSV mit zwei Pünktchen auf dem letzten Platz.

Hertha BSC werde „eine ganz harte Nuss“. Gisdol beschrieb den Rivalen als „sehr diszipliniert, sehr unangenehm, sehr stabil“. Das sieht auch der Sportchef so. „Das ist eine Mannschaft, die eine richtig starke Saison spielt. Das ist Top-Niveau, oberes Drittel Bundesliga“, lobte Todt die Berliner. Ihre starke Saison hat Hertha BSC vor allem seiner Heimstärke zu verdanken. Neun Siege in elf Spielen – Platz eins vor RB Leipzig und den Bayern! Verreisen mag das Team aber gar nicht gern. Bei elf Ausflügen gelangen nur zwei Siege - Platz 14. An dieser Schwäche der Berliner wollen die Hamburger ansetzen.


Voraussichtliche HSV-Aufstellung: Adler - Sakai, Papadopoulos, Jung, Ostrzolek - Walace, Ekdal - Müller, Holtby, Kostic - Wood

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen