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HSV

06. Dezember 2016 | 22:55 Uhr

Ex-Manager warnt vor Abstieg : Günter Netzer: „Der HSV ist ein einziges Trauerspiel“

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Der frühere Klub-Manager ist entsetzt über die Situation beim HSV und sieht einen Abstieg als schlimmstes Szenario.

Hamburg | Zum wiederholten Male hat sich Fußball-Legende Günter Netzer voller Sorge zur Zukunft beim Bundesliga-Tabellenletzten Hamburger SV geäußert.

Das vierte Jahr in Folge ist der HSV mit großen Plänen in die Saison gestartet und muss früh einsehen, dass nur der Abstiegskampf ein realistisches Ziel ist. Die Hanseaten haben nach zehn Spieltagen erst zwei Punkte auf dem Konto.

In der „Bild“-Zeitung warnt der Ex-Nationalspieler den HSV vor einem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. „Kein Mensch soll sich einbilden, dass durch einen Abstieg eine Selbstreinigung passiert. Das Zeichen auf Erneuerung steht nicht durch Knopfdruck da“, sagte der ehemalige Manager des Hamburger SV am Donnerstag.

„Abstieg ist keine Option - man soll erst gar nicht daran denken. Abstieg ist der schlimmste Fall.“ Der 72-Jährige rät: „Nicht erst absteigen und dann anfangen zu denken.“

Netzer ist schockiert über die gegenwärtige sportliche Situation und die bislang erfolglose Suche nach einem Sportchef. „Der HSV ist ein einziges Trauerspiel. Es sind total unverständliche Dinge, die da gemacht werden“, sagte der Weltmeister von 1974.

Netzer brachte Beiersdorfer einst zum HSV

Der einstige Mittelfeldstratege war von 1978 bis 1986 sportlicher Leiter bei den Norddeutschen. In dieser Phase gewann der HSV einmal den Europapokal der Landesmeister, stand ein weiteres Mal im Endspiel um die wichtigste europäische Klubtrophäe und wurde dreimal deutscher Meister. Als Vereinsfunktionär hat er seit seinem Abschied beim HSV nicht mehr gearbeitet.

Zu den Entdeckungen des 72-Jährigen für den hanseatischen Traditionsverein gehörte auch der in Kritik stehende Dietmar Beiersdorfer. Netzer holte den heutigen HSV-Vorstandsvorsitzenden 1986 als damals 22 Jahre alten Jungprofi von der SpVgg Greuther Fürth an die Elbe.

Erst im Oktober hatte Netzer dem Hamburger Vorstandschef noch den Rücken gestärkt: „Didi ist ein Top-Fachmann mit einem großen Herz für den HSV. Ein einwandfreier Charakter. Ich schätze ihn sehr und werde bald mal mit ihm einen Kaffee trinken.“

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erstellt am 17.Nov.2016 | 13:18 Uhr

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