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HSV

26. März 2017 | 07:33 Uhr

Neues vom HSV : Großer Wirbel um Bobby Woods Ausstiegsklausel

vom

Für eine Ablöse von zehn Millionen Euro könnte Wood den Hanseaten im Sommer den Rücken kehren. Das Buhlen hat begonnen.

Hamburg | Gerade hat der HSV mit Bobby Wood (24) einen Torgaranten in der Spitze, da droht auch schon wieder der Verlust des Topstürmers. Schuld daran ist eine Ausstiegsklausel im eigentlich bis 2020 laufenden Vertrag des US-Boys. Demnach könnte Wood den Bundesliga-Dino im Sommer wohl für eine Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro verlassen. Kein unwahrscheinliches Szenario. Denn: Topclubs - auch aus der englischen Premier League - sollen heiß auf Wood sein. „Wir haben die Tribüne voll mit Scouts“, ließ HSV-Sportchef Jens Todt verlauten. Viele der Scouts sollen vor allem Interesse an Wood haben.

Dass über Woods Verbleib beim HSV spekuliert wird, ist auch seinem Beraterwechsel geschuldet. Seit Anfang der Woche lässt sich der 24-Jährige nicht mehr vom Münchner Anwalt Robert Schneider vertreten, sondern von Volker Struth bei der Kölner Agentur „SportsTotal“, die unter anderem auch Marko Reus, Toni Kroos oder Mario Götze zu ihren Klienten zählt. Struth, der 2014 zum besten Spieleragenten der Welt gewählt wurde, wollte Wood unbedingt in seinen erlauchten Kreis aufnehmen. 

Der Beraterwechsel könnte für den HSV teuer werden. Es wird wohl zumindest Gespräche geben, die sich um eine mögliche Gehaltserhöhung drehen. Das Interesse englischer Vereine beschert Wood und seinem Berater eine gute Verhandlungsposition, denn üblicherweise wird in der Premier League auch bei Mittelklasseklubs mehr bezahlt als in der Bundesliga. Zurzeit soll Woods Jahresgehalt beim HSV bei etwa einer Million Euro liegen.

Auch HSV-Coach Markus Gisdol ist aufgeschreckt von dem beginnenden Transferpoker um sein Stürmer-Juwel, er stellte klar, dass ein Verkauf von Wood in seinen Augen einem Tabubruch gleichkäme: „Die Frage darf sich in der Form nicht stellen. Wenn man eine Entwicklung bei Mannschaft und Verein herbeiführen möchte, ist es unabdingbar, dass die Leistungsträger den Weg des Vereins weiter begleiten. Und nicht, dass man nach kurzer Zeit wieder neue Lücken reißt“, zitiert etwa der „Kicker“ den Fußballlehrer.

Vielleicht hört Wood, der erst im Sommer für rund vier Millionen aus der Zweiten Liga von Union Berlin zum HSV wechselte, ja aber auch auf Jürgen Klinsmann. Der riet ihm, über die Saison hinaus beim HSV zu bleiben. „Für ihn ist der HSV nicht einfach nur eine Durchgangsstation“, sagte der frühere Nationaltrainer der USA der „Hamburger Morgenpost“. Klinsmann hatte Wood 2013 zum Nationalspieler befördert. „Bobby sollte nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Er muss jetzt für ein paar Jahre Konstanz zeigen und dann kann man schauen. Der HSV tut ihm gerade gut. Er braucht das Wohlfühlumfeld“, meinte Klinsmann.

(mit dpa)

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erstellt am 16.Mär.2017 | 17:31 Uhr

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