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Fussball

04. Dezember 2016 | 09:18 Uhr

DFB-Pokal : HSV gegen FSV Zwickau: Hoffnung auf Tore von Bobby Wood und Pierre-Michel Lasogga

vom

Nach acht Wochen Vorbereitung geht es für den Hamburger SV endlich los. Im Charterflieger ging es am Sonntag zum FSV Zwickau. Der Drittliga-Aufsteiger soll in der ersten Pokalrunde bezwungen werden.

Im ersten Pflichtspiel der Saison 2016/2017 will der Hamburger SV am Montag (18.30 Uhr) in der Auftaktrunde des DFB-Pokalwettbewerbs beim FSV Zwickau bestehen. „Ich bin großer Pokalfan“, sagte HSV-Coach Bruno Labbadia am Sonntag vor der Abreise nach Sachsen. Die letzte Finalteilnahme der Hanseaten liegt allerdings 29 Jahre zurück. Das letztjährige Erstrunden-Aus des HSV bei Carl Zeiss Jena (2:3 n. V.) soll sich indes nicht wiederholen.

Der HSV hat sich für rund 25 Millionen Euro vor allem in der Offensive verstärkt und will in der Bundesliga besser abschneiden als im Vorjahr mit Platz zehn. Gesetzt ist von den Zugängen allerdings derzeit nur 14-Millionen-Euro-Zugang Filip Kostic auf der linken Seite. Bobby Wood könnte Pierre-Michel Lasogga im Sturm verdrängen.

Michael Gregoritsch wird vermutlich im Mittelfeldzentrum auflaufen. Die Abwehrzentrale bilden Cléber und Johan Djourou, ein Einsatz des an der Kieferhöhle verletzten Emir Spahic ist unwahrscheinlich.

 

Drittliga-Aufsteiger Zwickau bestreitet sein erstes Pflichtspiel im neuen Stadion, das allerdings noch nicht ganz fertig ist. „Wir sind als Drittligist der krasse Außenseiter, nur der HSV hat hier etwas zu verlieren“, sagte FSV-Trainer Torsten Ziegner und schob damit den Gästen die Favoritenrolle zu.

Gleich zum Auftakt sind zwei Bundesligaclubs in die Stolperfalle DFB-Pokal geraten. Der ambitionierte Erstliga-Aufsteiger RB Leipzig musste sich im Ost-Derby beim Zweitligisten Dynamo Dresden nach 120 spannenden Minuten und anschließendem Elfmeterschießen mit 4:5 geschlagen geben. Der sechsmalige Cupgewinner Werder Bremen blamierte sich beim Fußball-Drittligisten SF Lotte und verlor nach Gegentoren von Matthias Rahn und André Dej mit 1:2.

Eintracht Frankfurt benötigte beim Drittligisten 1. FC Magdeburg ein 4:3 im Elfmeterschießen zum Weiterkommen. Europa-League-Teilnehmer FSV Mainz 05 führte als Gast des Regionalligisten SpVgg Unterhaching bis zur 88. Minute 3:1. Die Bayern glichen aber noch zum 3:3 aus. Im Elfmeterschießen setzten sich die Mainzer 4:2 durch. Auch die Hertha musste beim Gastspiel in Regensburg lange zittern, ehe das glückliche 5:3 im Elfmeterschießen besiegelt war. Noch länger dauerte das Duell vom Punkt in Aue, ehe Ingolstadt mit 8:7 die Oberhand behielt.

Champions-League-Starter Bayer Leverkusen mühte sich beim Oberligisten SC Hauenstein zu einem 2:1-Erfolg. Problemlos gestalteten dagegen die Erstligisten 1899 Hoffenheim (6:0 beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder) und SV Darmstadt 98 (7:0 beim Bremer SV) ihre Auftritte bei Gegnern aus dem Amateurlager.

Zweitligist VfL Bochum schied mit 3:4 nach Verlängerung beim Regionalligisten FC-Astoria Walldorf aus. Drittligist Hallescher FC erlebte gleichfalls ein kleines Pokalmärchen und schickte den zweimaligen Cup-Sieger 1. FC Kaiserslautern mit 4:3 nach Verlängerung zurück in die Pfalz.

Der Jubel beim Zweitliga-Aufsteiger Dresden kannte kaum Grenzen. „Ganz Deutschland hat uns die Daumen gedrückt“, sagte Doppel-Torschütze Stefan Kutschke, der früher für RB gespielt hatte. Leipzigs neuer Trainer Ralph Hasenhüttl warnte hingegen sein Team: „Eines kann ich versprechen. In der Bundesliga wird es nicht leichter“, betonte er nach dem unerwarteten Pokal-Aus. Dominik Kaiser hatte den entscheidenden Elfmeter vergeben.

„Wahnsinn, was die Jungs heute aufs Feld gebracht haben“, sagte Halles Trainer Rico Schmitt nach dem Erfolg gegen Kaiserslautern. HFC-Kapitän Klaus Gjasula sicherte seinem Team mit dem Treffer zum 4:3 in der Verlängerung den Sieg. „Wir haben an einem Spektakel teilgenommen, aber nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben hatten“, erklärte FCK-Coach Tayfun Korkut.

Knapp, aber am Ende doch sicher erreichten die Bundesligateams von Borussia Mönchengladbach (1:0 beim SV Drochtersen/Assel) und des VfL Wolfsburg (2:1 beim FSV Frankfurt) die nächste Runde. Abwehrspieler Julian Korb erlöste die Gladbacher beim Regionalligisten mit seinem Treffer in der 55. Minute. „Wir sind alle froh, dass wir die erste Runde überstanden hatte“, sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl.

Souverän gelang zuvor Double-Gewinner Bayern München der Einzug in die nächste Runde: Beim 5:0-Erfolg in Jena überzeugte Torjäger Robert Lewandowski mit einem Hattrick. „Die Mannschaft ist bereit“, meinte der neue Coach Carlo Ancelotti. Auch der FC Augsburg (4:0 in Ravenburg) und Aufsteiger SC Freiburg (4:0 in Babelsberg) gaben sich keine Blöße. Einen 7:0-Kantersieg feierte der 1. FC Köln beim Berliner Pokalsieger BFC Preussen.

Schwerer als erwartet tat sich der FC Schalke 04 beim Sechstligisten FC 08 Villingen. „Es ist klar, dass wir in einer Woche mehr bringen müssen“, sagte der neue Schalke-Coach Markus Weinzierl nach dem 4:1-Erfolg, zu dem Neuzugang Breel Embolo einen Treffer beitrug.

Mit viel Glück überstanden die ehemaligen Erstligisten 1. FC Nürnberg und Arminia Bielefeld die erste Runde: Beide Zweitligateams gewannen ihre Spiele erst im Elfmeterschießen. Bielefelds Christoph Hemlein sicherte der Arminia mit dem fünften verwandelten Elfmeter beim Regionalligaclub Rot-Weiss Essen die Teilnahme an der nächsten Runde. Die Nürnberger konnten sich nach dem Erfolg beim Regionalligisten Viktoria Köln bei ihrem Torhüter Raphael Schäfer bedanken, der den entscheidenden Schuss von Kevin Holzweiler parierte.

Die Auslosung der zweiten Runde nimmt am kommenden Freitag nach dem Bundesliga-Auftaktspiel zwischen Bayern München und Werder Bremen Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff (ca. 22.45 Uhr/ARD) vor.

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erstellt am 22.Aug.2016 | 07:46 Uhr

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