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Fussball

05. Dezember 2016 | 15:36 Uhr

Nach Niederlage gegen Eintracht Frankfurt : HSV-Aufsichtsratchef stellt Vereinsführung um Beiersdorfer infrage

vom
Aus der Onlineredaktion

Nur zwei Punkten aus acht Saisonspielen: Der HSV-Aufsichtsrat ist „entsetzt“ und will nicht tatenlos zusehen.

Hamburg | Nach dem Absturz auf den letzten Platz in der Fußball-Bundesliga stellt HSV-Aufsichtsratschef Karl Gernandt die Vereinsführung um den Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer infrage. „So eine sportliche Krise gab es in der Bundesliga-Geschichte des HSV noch nie. Ich werde da nicht tatenlos zusehen. Es geht sportlich und in der Führung nicht mehr so weiter“, sagte Gernandt der „Bild“-Zeitung, ohne Beiersdorfer oder andere Hamburger Verantwortungsträger namentlich zu nennen.

Der seit Jahren schwer kriselnde Traditionsclub rangiert nach nur zwei Punkten aus acht Saisonspielen auf Ligarang 18, der neue Trainer Markus Gisdol musste in seinen ersten drei Partien zwei Niederlagen hinnehmen. Bei der Suche nach einem Sportdirektor wird nun Ex-HSV-Profi Nico-Jan Hoogma ins Spiel gebracht. Der 47-Jährige Niederländer managt seit zehn Jahren Heracles Almelo.

Die Kritik an Beiersdorfers Doppelfunktion wird immer lauter. Nach der Entlassung von Peter Knäbel als Sportdirektor kümmerte sich der 52-Jährige um die Transfers und gab rund 32 Millionen Euro aus. Ein Streitpunkt mit Trainer Bruno Labbadia soll gewesen sein, dass der Coach Fünf-Millionen-Euro-Zugang Alen Halilovic kaum einsetzte.

Beim 0:3 gegen Eintracht Frankfurt musste Beiersdorfer mit ansehen, wie eigensinnig der junge Kroate eine Halbzeit lang agierte. „Die Spieler müssen endlich begreifen, dass man nur als Mannschaft gut spielt“, betonte der Franke. Gernandt hatte sich sogar „entsetzt“ darüber gezeigt, „wie zaghaft, wie wenig geschlossen und zum Teil naiv“ sich die HSV-Profis präsentiert hätten.

Der verletzte Kapitän Johan Djourou stellte die Frage, warum beim HSV nie Ruhe einkehrt: „In diesem Verein passieren viele Dinge. Du musst auch mal analysieren, was läuft gut und was nicht? Warum wechseln wir so viele Trainer? Das ist auch eine Frage, die wir uns stellen müssen.“ Vieles stimme nicht im Verein.

Bereits am Dienstag (20.45 Uhr) müssen die Hamburger im DFB-Pokal beim Drittligisten Hallescher FC antreten.

Was der HSV braucht, ist eine starke Persönlichkeit an der Spitze. Einer, der aufräumt, kommentiert Jürgen Muhl in der Bundesliga-Kolumne.

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erstellt am 24.Okt.2016 | 12:13 Uhr

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