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Fußball EM 2016

08. Dezember 2016 | 23:07 Uhr

Fussball EM 2016 in Frankreich : Vor dem Viertelfinale: Deutschland-Italien im Vergleich

vom

Wer ist wo besser, wo liegen die Stärken und Schwächen der beiden Teams? shz.de mit einem Vergleich der Mannschaften.

Italien-Trauma? Italien-Fluch? Finito lautet die Antwort der aktuellen Weltmeister-Generation. Deutschlands Fußball-Asse um den unbezwungenen Torwartgiganten Manuel Neuer oder den super-coolen Champions-League-Sieger Toni Kroos lassen sich in ihrem Viertelfinal-Optimismus nicht von der düsteren deutschen Turniervergangenheit schrecken. „Italien ist verwundbar“, erklärte Sami Khedira - basta! Der Italien-Experte möchte seine extrem geschätzten Vereinskollegen von Juventus Turin am Samstag (21 Uhr/ARD und im Fan-Ticker auf shz.de) in Bordeaux auf die Heimreise nach Bella Italia schicken.

Doch welches Team ist auf welchen Positionen besser aufgestellt? Wer hat die besseren Fans? shz.de mit einem Vergleich:

Trainer

Antonio Conte kokettiert damit, dass seine Spieler ihn für ein „Tier“ am Spielfeldrand halten. Er ist mit seinem Engagement Italiens zwölfter Mann, der zuvor den Gegner tief analysiert hat. Das tut aber auch Joachim Löw und bleibt dabei die Ruhe selbst. Was die Motivationskünste angeht, ist Conte vielleicht eine Nuance im Vorteil.

- Italien

Torwart

Mit 38 Jahren ist Gianluigi Buffon zwar nicht mehr der Jüngste, aber die absolute Führungspersönlichkeit im Team – extrovertierter und auffälliger als Manuel Neuer, aber in Sachen Weltklasse-Paraden nehmen sich die beiden nichts, sondern sind auf Augenhöhe.

- Unentschieden

Abwehr

Ein Gegentor in vier Spielen – und bei dem stand nicht mal die gesamte etatmäßige Dreierkette mit Andrea Barzagli, Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini auf dem Platz. Defensiv steht die Viererkette der DFB-Elf den Italienern in nichts nach und glänzt mit Jérôme Boateng und Mats Hummels vor allem zentral. Gleichstand.

- Unentschieden

Mittelfeld defensiv

Der Einsatz von Daniele de Rossi ist fraglich, aber wenn es sein muss, verteidigen alle elf Italiener den Strafraum. Als Abräumer vor der deutschen Abwehr ist vor allem Sami Khedira eine Bank, der seinem Nebenmann Toni Kroos Freiräume nach vorne verschaffen kann. Auch für das Löw-Team gilt: Alle arbeiten defensiv mit. Unentschieden.

- Unentschieden

Mittelfeld offensiv

Vor allem Emanuele Giaccherini stürmt gerne mal mit an vorderster Front, aber auch Alessandro Florenzi weiß Räume auf dem rechten Flügel zu nutzen, wenn er sie bekommt. Bei den Deutschen ist Draxler ein erneut guter Tag zu wünschen, vielleicht zünden ja auch Thomas Müller und Mesut Özil mal den Turbo. Beim Offensivpotenzial sind die Deutschen im Vorteil – wenn sie es denn nutzen.

- Deutschland

Angriff

Mario Gomez ist zwar ein Einzelkämpfer, kann sich aber auf seine nachrückenden Mittelfeldkollegen verlassen. Zwei Tore in drei Spielen sprechen für ihn und seine Form. Die hat auch Graziano Pellè auf dem Konto, der gegen Spanien mit langen Bällen gesucht wurde. Sturmpartner Éder ist schnell, aber kein Knipser. Das Duell endet Unentschieden.

- Unentschieden

Reserve/Bank

Verletzungen haben den Italienern zu schaffen gemacht, Antonio Candreva fällt aus, Thiago Motta ist gesperrt. Ganz so breit scheint die Bank von Conte nicht aufgestellt zu sein. Löw hat ebenfalls nicht die ganz großen Joker im Ärmel, aber ein gutes Händchen bei seinen Wechselspielen bewiesen – ein kleiner Vorteil für die DFB-Elf.

- Deutschland

Erfahrung

Beim Alter liegen die Italiener eindeutig vorne, aber das allein ist ja kein Kriterium. Viele Spieler der squadra azzurra spielen in der Heimat, aber nicht bei internationalen Topklubs. Aus dem deutschen Team sind mehr Akteure auch im internationalen Tagesgeschäft beteiligt – und auch in der Länderspielstatistik müssen sie sich nicht verstecken. Vorteil Deutschland.

- Deutschland

Mentalität

Wer das erste Tor kassiert, verliert. Warum? Weil die Deutschen noch keines bekommen haben und die Italiener bei einer Führung – wie gegen Spanien – alles auf die Defensive setzen würden. Führt Deutschland, könnte das die Italiener emotional aus dem Konzept und sie um ihre Stabilität bringen. Wer den kühleren Kopf behält, gewinnt – das gilt für beide gleichermaßen.

- Unentschieden

Fan-Unterstützung

Die deutschen Anhänger sind zahlenmäßig bei den Spielen ihres Teams gut vertreten. Die italienischen Fans schwächelten während der Gruppenphase, rappelten sich aber im Achtelfinale wieder etwas auf. Sie haben – das muss man zugeben – mehr Feuer und Pathos, ein Vorteil für Italien.

- Italien

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erstellt am 01.Jul.2016 | 15:52 Uhr

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