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Fußball EM 2016

06. Dezember 2016 | 17:00 Uhr

Fussball-EM in Frankreich : Vor dem Halbfinale: Gareth Bale braucht „extra Erholung“ - Portugal bangt um Pepe-Einsatz

vom

Vor dem EM-Halbfinale Portugal gegen Wales sind zwei Schlüsselspieler angeschlagen. Die Iberer müssen um Innenverteidiger Pepe zittern, beim EM-Debütanten setzt Gareth Bale im Teamtraining aus.

Dinard | Alle Infos, Liveticker und Spielpläne finden Sie unter shz.de/fussball-em.

Der walisische Superstar Gareth Bale trainiert nur individuell, Portugals gefürchteter Innenverteidiger Pepe muss sogar ganz aussetzen. Kurz vor dem Halbfinale zwischen dem EM-Debütanten und dem Finalisten von 2004 am Mittwoch in Lyon sind in beiden Teams Schlüsselspieler angeschlagen.

Zumindest Bale spielte die Sorgen um seinen Fitnesszustand am Montag herunter. „Es war nur ein Tag extra Erholung“, sagte der Stürmer, nachdem er nicht mit dem Team trainierte. „Du wirst etwas steif nach den Spielen, deshalb brauchte ich etwas mehr Erholung. Es gibt keine Sorgen und wir machen normal weiter.“ Der medizinische Stab hat einen besonderen Blick auf den wichtigsten Mann, der vergangene Saison mehrfach mit Muskelverletzungen gefehlt hatte.

 

Für Portugal hatte Pepe, Teamkollege von Bale bei Real Madrid, sogar mit Oberschenkelproblemen komplett im Training gefehlt. Der Verband bezeichnete dies als „reine Vorsichtsmaßnahme“. „Zuerst ist er ein fantastischer Spieler, er ist unglaublich für Real Madrid, sehr professionell und ein großartiger Mann, der sehr gut zu mir ist“, schwärmte Bale vom 33-Jährigen. „Er wäre ein großer Verlust, sollte er nicht fit sein, aber wenn er spielt, macht er es uns sehr schwierig.“

Für Bale ist die Partie mehr als nur das viel erwartete Superstar-Duell mit seinem Real-Offensivpartner Cristiano Ronaldo.

 

„Es geht nicht um zwei Spieler, jeder weiß das, es geht um zwei Nationen, elf Mann gegen elf Mann“, sagte der 26-Jährige. „Er ist ein fantastischer Spieler, jeder weiß, was er leisten kann, aber wir sprechen darüber, was wir als Team zeigen.“

Bei Deutschland-Sieg: Portugal oder Wales zum Confederations Cup

Der Sieger des EM-Halbfinals zwischen Portugal und Wales ist bei einem Endspiel-Einzug Deutschlands automatisch für den Confederations Cup im kommenden Jahr in Russland qualifiziert. Das Weltmeister-Team von Bundestrainer Joachim Löw ist bereits vor seinem Semifinale gegen Frankreich am Donnerstag automatisch beim Turnier der kontinentalen Titelträger dabei.

Zudem haben bereits Gastgeber Russland, Asienmeister Australien, Copa-América-Sieger Chile, CONCACAF-Gewinner Mexiko und Ozeanienmeister Neuseeland ihr Ticket für den Confederations Cup vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 sicher. Dazu kommt noch der Afrikameister 2017.

 

Dabei müssen die Waliser allerdings auf zwei wichtige Stützen verzichten, Mittelfeld-Motor Aaron Ramsey fehlt ebenso wie Ben Davies gelbgesperrt. „Es ist entsetzlich“, sagte Bale dazu und kritisierte die Vorschrift, dass auch nach zwei Verwarnungen in fünf Spielen ein Bann für das Halbfinale erfolgt. „Die Regeln sind schwer zu akzeptieren. Manchmal würdest du dir wünschen, dass in dieser Turnierphase die Gelben Karten gestrichen werden.“

In der Partie, bei der der potenzielle Finalgegner der deutschen Mannschaft bestimmt wird, gibt es nach Ansicht von Portugals Mittelfeldspieler André Gomes „keinen Favoriten“. „Wir erwarten ein starkes, aggressives walisisches Team“, sagte er in Marcoussis. „Ich kenne die Spielweise britischer Teams gut, aber auch wir haben unsere Waffen“, ergänzte der 22-Jährige, der zuletzt angeschlagen war, am Montag aber mit dem Team trainierte. „Ich hoffe, das ich im nächsten Spiel zum Einsatz kommen kann“, sagte Gomes.

Schwedischer Schiedsrichter Eriksson pfeift erstes EM-Halbfinale

Der Schwede Jonas Eriksson pfeift das erste EM-Halbfinale am Mittwoch (21 Uhr) zwischen Portugalund Wales. Das gab die Europäische Fußball-Union UEFA am Montag bekannt. Für Eriksson wird die Partie in Lyon sein drittes Spiel bei der EM in Frankreich. Wales hat der 42-Jährige bereits einmal gepfiffen - beim 3:0-Vorrundensieg gegen Russland. Außerdem war er beim Gruppenspiel zwischen der Türkei und Kroatien (0:1) im Einsatz.

 
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erstellt am 04.Jul.2016 | 16:15 Uhr

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